Deutsche Forschung immer erfolgreicher

Brüssel. Deutschland ist im Vergleich der Innovationskraft der 27 EU-Mitgliedstaaten erstmals auf Platz zwei vorgerückt. Das geht aus einer Rangliste der EU-Kommission hervor, die Industriekommissar Antonio Tajani und Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn gestern in Brüssel veröffentlichten. Nur Schweden schneidet noch besser ab

Brüssel. Deutschland ist im Vergleich der Innovationskraft der 27 EU-Mitgliedstaaten erstmals auf Platz zwei vorgerückt. Das geht aus einer Rangliste der EU-Kommission hervor, die Industriekommissar Antonio Tajani und Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn gestern in Brüssel veröffentlichten. Nur Schweden schneidet noch besser ab. Beim vorigen Mal hatte auch Dänemark noch vor der Bundesrepublik gelegen. Die EU-Kommission prüft jährlich, wie es um Forschung und Innovation in den Mitgliedsstaaten steht.Kriterien sind zum Beispiel Investitionen in Wissenschaft und Produktentwicklung. Die Brüsseler Behörde untersucht auch, ob es Unternehmen gelingt, neue Marken und Produkte zu Geld zu machen.

Einen Spitzenplatz nimmt Deutschland bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen ein: Forscher sind besonders häufig Mitverfasser von Beiträgen in internationalen Publikationen. Vergleichsweise schlecht schneidet die Bundesrepublik beim Versuch ab, Lizenzen und Patente im Ausland zu vermarkten. Führend auf dem Kontinent bleibt die Schweiz. Die Brüsseler EU-Kommission nimmt auch einige Nicht-EU-Länder in ihren Vergleich auf. Schlusslichter in Sachen Innovation sind demnach Polen, Lettland, Rumänien und Bulgarien. "Die Gruppe der weniger innovativen Länder holt nicht auf", bemängelte Industriekommissar Tajani. dpa