Der letzte Schutz vor freiem Preiskampf

Der letzte Schutz vor freiem Preiskampf

Der deutsche Buchhandel fürchtet eine Preisgabe der Buchpreisbindung in den bevorstehenden Verhandlungen für ein transatlantisches Freihandelsabkommen. Die Bundesregierung solle auf einer Herausnahme des Kultur- und Mediensektors aus dem Verhandlungsmandat der EU-Kommission bestehen, forderte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

Normalerweise seien bei internationalen Handelsverträgen der EU Ausnahmen für die Gebiete Kultur und Medien festgeschrieben. "Wenn wir Verhältnisse wie in den Städten der USA verhindern wollen, in denen es keine einzige Buchhandlung mehr gibt, und wenn wir ein literarisches Angebot wollen, das nicht auf den Mainstream beschränkt ist, dann ist die Buchpreisbindung für gedruckte und digitale Bücher nicht verhandelbar", sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, Alexander Skipis.

Internetgiganten wie Amazon und Apple drängten auf Seiten der USA auf die Abschaffung der Buchpreisbindung, weil sie den offenen Preiskampf im E-Book-Markt und für Inhalte für Smartphones, Tabletcomputer und E-Reader verhindere.