Der Handel vor Ort sollte unterstützt werden

Kolumne : Der Laden im Ort ist unverzichtbar

Es war der Artikel über die Metzgerei Meiser in Hüttigweiler, der bei unseren Lesern in dieser Woche besonders gut ankam. Seit 120 Jahren besteht diese im Ort, seit 50 Jahren am jetzigen Standort, und seit über 60 Jahren steht die Chefin, Irmgard Meiser, Tag für Tag hinter der Theke.

Und es ist nicht die einzige Metzgerei im Ort. Auch die Metzgerei Pracht ist dort seit Jahrzehnten ansässig. Hinzu kommen drei Bäckereien und ein kleiner Lebensmittelladen, in dem man alles für den täglichen Bedarf bekommt. Das ist heutzutage schon ein kleines Wunder. Nur mal zum Vergleich: In der gesamten Neunkircher Innenstadt gibt es keine Metzgerei mehr. Klar, wir alle kaufen bei den großen Ketten und Discountern, auch im Internet bestellt man hin und wieder etwas, das es auch im Laden nebenan gibt. Aber man sollte dies in Maßen tun und sich der Wichtigkeit des Handels vor Ort bewusst werden. Diese fällt nämlich meistens erst dann auf, wenn die Mobilität im Alter nachlässt und die Strecke zum Discounter plötzlich einfach nicht mehr zu bewältigen ist. Da wird so ein Bäcker, ein Metzger oder kleines Lädchen im Ort plötzlich unverzichtbar. Daher schadet es nicht, dort auch schon früher einzukaufen. Auch dort gibt es Angebote, auch dort kann man sparen. Und die Qualität passt. Darauf macht derzeit auch die Aktion „Heimat shoppen“ wieder aufmerksam, deren Anliegen immer mehr an Wichtigkeit gewinnt. Wer in jüngeren Jahren den Handel vor Ort unterstützt, profitiert auch noch im Alter davon.