Der Architekt des früheren Handelsriesen Asko ist tot

Der Architekt des früheren Handelsriesen Asko ist tot

Der Architekt und langjährige Vorstandsvorsitzende des früheren Saarbrücker Handelskonzerns Asko, Helmut Wagner, ist am 17. Dezember im Alter von 83 Jahren gestorben.

Das bestätigte die Asko Europa Stiftung gestern auf Anfrage. Der in Mainz geborene Diplom-Volkswirt und Sozialdemokrat begann seine Laufbahn beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). 1960 wurde er von den Gewerkschaften in den Aufsichtsrat der überschaubaren Allgemeinen Saar-Konsum eGmbH (Asko) entsandt. Damals erwirtschaftet die Asko mit ihren kleinen Nahversorgungs-Läden 80 Millionen Mark (40,8 Millionen Euro) Umsatz. 1966 rückte Wagner an die Spitze des Unternehmens. Umsatzsprünge von 30 bis 40 Prozent waren seitdem an der Tagesordnung. 1971 wurde die Marke von 200 Millionen Mark geknackt, 1984 waren es bereits 1,5 Milliarden Mark. Handelsketten wurden hinzugekauft, die es zum Teil heute noch gibt: Adler Moden, die SB-Warenhäuser Real oder die Möbelketten Unger und Roller. Mit Praktiker stampfte Wagner einen der ersten Baumarkt-Konzerne aus dem Boden. 1988 kam der damalige Verbraucher-Riese Massa aus Alzey hinzu. 1989 ging Wagner eine Kooperation mit dem Handelskonzern Metro ein. 1991 gab er den Vorstandsposten ab und wechselte an die Spitze des Asko-Aufsichtsrats. Nach einem verlorenen Machtkampf zog er sich 1992 zurück. 1996 wurde die Asko auf die Metro fusioniert. Im letzten eigenen Geschäftsjahr (1994/1995) erwirtschaftete der Saarbrücker Handelskonzern einen Umsatz von 21 Milliarden Mark.

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