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Serie Kommunalwahl am 26. Mai
Den Dialog suchen, die Bürger einbinden

 Denise Klein
Denise Klein FOTO: Walter Faas
Püttlingen. „Mittendrin in einer starken Gemeinschaft“ sieht sich Denise Klein (SPD), die Püttlinger Bürgermeisterin werden will.

Manchmal überrascht sich Denise Klein selbst. Als sie etwa feststellt: „Mittlerweile bin ich ja tatsächlich das dienstälteste Ratsmitglied.“ Klein, Jahrgang 1966, verheiratet, drei erwachsene Kinder, eine Enkelin, zwei Hunde, Krankenschwester der neurologischen Frühreha,  ist seit 1983 Mitglied im SPD-Stadtverband Püttlingen und gehört seit 1991 dem Stadtrat an – von 2004 bis 2014 als Fraktionsvorsitzende. Seither ist sie Beigeordnete der Stadt. Bereits 2009 trat sie als Kandidatin an, und schlitterte mit 35,1 Prozent knapp an der Stichwahl gegen den amtierenden Bürgermeister Martin Speicher vorbei.


„Die Arbeit mit Menschen liegt mir, schon berufsbedingt“, nennt Klein ihre Hauptstärke. Bei vielen Akteuren, in Vereinen, Schulen, Kindergärten, dem Handel, suche sie den Schulterschluss, um gemeinsam die Stadt voranzubringen.  Das hätten wir gerne  konkreter? Klein: „Beispielsweise stelle ich mir weitere Generationentreffpunkte auch in den Ortsteilen vor“ – auch um dort Anregungen für Verwaltung und lokale Politik zu sammeln.

„Handel, ärztliche Versorgung, Vereine, Jugend ... auf alle zugehen, zuhören, umsetzen“, laute das Motto, denn, so Klein: „Wir haben auf vielen Ebenen beste Strukturen, hohes Engagement und Ideen. Die  gilt es zu bündeln, auszubauen, den politischen Entscheidungsträgern schmackhaft zu machen.“



Themenwechsel  zur Bildung: „Seit 20 Jahren fordere ich eine echte Ganztagsgrundschule für Püttlingen, selbstverständlich auch ausreichend Kita-Plätze. Beides möchte ich als Bürgermeisterin zügig umsetzen.“ Thema Infrastruktur: „Eine spannende Herausforderung“, sagt Klein. Sie setze auf Dialog mit den Gewerbetreibenden, dem Verkehrsverein, den Immobilienbesitzern, um Ideen zu entwickeln. Sie hat selbst welche: „Markttage auf den Nachmittag zu verlegen, kann beleben, unseren schönen Stadtpark erlebbarer zu machen, beispielsweise als Spielwiese mit Grillfläche, wie am Saarbrücker Staden.“ Thema Verkehr: „Keine Frage, wir brauchen bessere Fahrradwege, Ladestationen nicht nur für Autos, sondern auch für E-Bikes,  den Bürgerbus mit Anschlüssen in alle Stadtteile und zu den Einkaufsmärkten.“ Die SPD Püttlingen stehe auch im Dialog mit der Bürgerenergiegenossenschaft (BEG) und plädiere dafür, Teile der abgebauten Sandgrube mit der BEG für die Photovoltaik zu nutzen. Die naturschutztreibenden Vereine („Alle gut aufgestellt, machen tolle Arbeit“) gelte es, weiter zu fördern, etwa beim geplanten Projekt „Den Klostergarten reaktivieren!“. Thema drohender Ärztemangel: „Ich bin ja im zuständigen Regionalverbands-Ausschuss Gesundheit tätig. Dort geht es darum, die Rahmenbedingungen beim Medizinstudium zu verbessern.“ Während Verwaltung und Politiker sich dafür einsetzen könnten, die Infrastruktur vor Ort zu verbessern: „Dann kommen auch die Ärzte, und wir tun gleichzeitig etwas gegen Leerstände.“