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„Das Produkt Saarland muss stimmen“

Saarbrücken. Das Saarland als „Haushalwunderland“, das bis 2020 seine Finanzen in den Griff bekommt, wäre nach Ansicht von Ex-Wirchafminister Hanspeter Georgi das überzeugendste Werbeargument für die Region. ts

. Der beste Werbefaktor für das Saarland wäre, wenn es bis 2020 gelingt, zum "Haushaltswunderland" zu werden. Diese Ansicht vertritt der ehemalige Saar-Wirtschaftsminister Hanspeter Georgi (CDU), der auch Mitglied im Arbeitskreis Wirtschaft ist. "Das Produkt des Landes muss stimmen und glaubhaft sein, um Führungs- und Fachkräfte in die Region zu locken", so Georgi. Ein nachhaltiger Sparkurs mit einer deutlichen Verringerung der Schulden könne bundesweit für den gewünschten "Aha-Effekt" sorgen.

Auch die Präsenz der beiden Saar-Politiker Peter Altmaier (CDU) und Heiko Maas (SPD) im Bundeskabinett hält Georgi für einen positiv besetzten Werbefaktor. Dass sich beispielsweise Maas konsequent Themen wie etwa dem Datenschutz annimmt, werde von vielen jungen Menschen positiv wahrgenommen, die dabei auch verstärkt registrierten, in welchem Bundesland Heiko Maas zu Hause ist. Das Engagement von Altmaier sowie Maas trage mit dazu bei, dass sich die Wahrnehmung des Saarlandes von alten Klischees "Kohle, Stahl und Lafontaine" zunehmend verabschiede.

Von der weiteren Darstellung des Landes in der Marketing-Kampagne erhofft sich der ehemalige Wirtschaftsminister den deutlichen Hinweis in Form von Text und Bildern darauf, dass die Region nicht fremdenfeindlich ist, die Kriminalitätsrate deutlich geringer ausfällt als in großen Ballungszentren. Das seien Argumente, um Fachkräfte mit ihren Familien aus dem In- und Ausland zu gewinnen. Georgi, der die Marketing-Offensive für richtig hält, erwartet dort pfiffige Darstellungen der Erfolgsgeschichten vieler Betriebe. Längst nicht nur Unternehmenszentralen in anderen Bundesländern böten Karriere-Perspektiven. Fast jedes größere Saar-Unternehmen habe Bedarf an Führungskräften im Management. Zahlreiche Chefärzte kämen schon von außerhalb. Deshalb dürfe der Gesundheits-Sektor nicht in der Darstellung fehlen.

Was sieht Georgi selbst als größtes Werbeargument an? "Die Freundlichkeit der Menschen. Wir haben als Familie hier schon vor 40 Jahren rasch Kontakte und Freunde gefunden. Man fühlt sich schnell dehemm".