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Daimler, Renault und Nissan besiegeln Zusammenarbeit

Brüssel. Die Autohersteller Daimler und Renault/Nissan erhoffen sich durch ihre Kooperation Einsparungen und Zusatzeinnahmen in Milliardenhöhe. Das sagten Daimler-Chef Dieter Zetsche und Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn (Fotos: dpa) gestern in Brüssel. Daimler könnte unter anderem von Motoren der Partner für seine Kompakt- und Kleinwagen profitieren

Brüssel. Die Autohersteller Daimler und Renault/Nissan erhoffen sich durch ihre Kooperation Einsparungen und Zusatzeinnahmen in Milliardenhöhe. Das sagten Daimler-Chef Dieter Zetsche und Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn (Fotos: dpa) gestern in Brüssel. Daimler könnte unter anderem von Motoren der Partner für seine Kompakt- und Kleinwagen profitieren. Die gestern offiziell besiegelte Partnerschaft verbindet den deutschen Traditionskonzern, zu dem Mercedes-Benz und Smart gehören, auf unbestimmte Zeit mit der schon zuvor bestehenden Allianz aus dem französischen Renault- und dem japanischen Nissan-Konzern. "Die Synergien mit Daimler haben einen gegenwärtigen Nettowert von mindestens zwei Milliarden Euro für die Renault-Nissan-Allianz", sagte deren Chef Ghosn mit Blick auf die kommenden fünf Jahre. Er erwarte höhere Einnahmen und durch die Kooperation niedrigere Kosten. Zetsche sagte, dass der Wert für Daimler voraussichtlich "in der gleichen Größenordnung liegen wird". Die Kooperation sieht unter anderem vor, dass die Hersteller Motoren "gemeinsam entwickeln und herstellen", wie Zetsche sagte. So werde Renault-Nissan Benzin- und Dieselmotoren mit drei und vier Zylindern an Daimler liefern. Umgekehrt wird Daimler Motoren etwa für größere Renault-Modelle fertigen. Im Rahmen der Partnerschaft übernimmt Daimler je 3,1 Prozent an Renault und Nissan. Im Gegenzug sollen Renault und Nissan zusammen 3,1 Prozent an dem deutschen Konzern halten. afp