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Christian Wallumrød oder: Inneres Leuchten nordischer Musik

Saarbrücken. Wiewohl erst 38 Jahre alt, blickt der norwegische Pianist und vor allem Komponist Christian Wallumrød mit sechs ECM-CDs bereits auf eine ansehnliche Discografie zurück. Spröde Musik, deren Besetzung vom Trio zum Sextett gewachsen ist und deren innere Logik mit jeder Aufnahme überzeugender gerät

Saarbrücken. Wiewohl erst 38 Jahre alt, blickt der norwegische Pianist und vor allem Komponist Christian Wallumrød mit sechs ECM-CDs bereits auf eine ansehnliche Discografie zurück. Spröde Musik, deren Besetzung vom Trio zum Sextett gewachsen ist und deren innere Logik mit jeder Aufnahme überzeugender gerät. Die irritierend flirrende Sinnlichkeit dieser Musik braucht Zeit zum Wachsen und ist auf "Fabula Suite Lugano" auf einem hoffentlich erst vorläufigen Höhepunkt angekommen. Allein die Besetzung ist unverwechselbar: Piano/Harmonium, Trompete, Violine/Bratsche, Cello, Barockharfe und Schlagzeug. Nichts hat Eile, vielmehr ist es, als würde eine große weiße Leinwand bedächtig Strich für Strich gefüllt mit Farben und Nuancen, die sich erst im Fortgang der Ereignisse zu einem wie von innen leuchtenden Bild ergänzen. Wallumrød erweitert seine zeitgenössische Herangehensweise um Elemente schwedischer Folklore, die er in choralartigen Hymnen von berückender Schönheit hinbreitet, integriert Barockmusik, Fernost und Scarlatti. Ungewöhnlich, schön.steiChristian Wallumrød Ensemble: Fabula Suite Lugano. (ECM/Universal)