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Chinesischer Staatsfonds zeigt Interesse an Daimler

Stuttgart/Peking. Nach dem Rückzug von Daimlers größtem Einzelinvestor aus Abu Dhabi könnte der Autobauer einen neuen Großaktionär in China gefunden haben. Wie die staatliche chinesische Zeitung "People's Daily" gestern unter Berufung auf Insider schrieb, will der Staatsfonds China Investment Cooperation (CIC) vier bis zehn Prozent der Daimler-Anteile kaufen

Stuttgart/Peking. Nach dem Rückzug von Daimlers größtem Einzelinvestor aus Abu Dhabi könnte der Autobauer einen neuen Großaktionär in China gefunden haben. Wie die staatliche chinesische Zeitung "People's Daily" gestern unter Berufung auf Insider schrieb, will der Staatsfonds China Investment Cooperation (CIC) vier bis zehn Prozent der Daimler-Anteile kaufen. Auf Basis des derzeitigen Daimler-Kurses wäre das ein Marktwert von etwa 1,8 bis 4,6 Milliarden Euro. Der Fonds habe den Bericht nicht kommentieren wollen, schreibt das Blatt.Auch Daimler wollte die "Medienspekulationen" nicht kommentiere. Zum Thema generell sagte eine Konzern-Sprecherin: "Wir heißen immer neue Investoren willkommen, da wir an einer ausgewogenen Aktionärsstruktur interessiert sind."


Eine mögliche Beteiligung aus dem Riesenreich hätte für Daimler auch eine strategische Bedeutung, denn auf dem wichtigen Zukunftsmarkt schwächelt das Unternehmen und fährt der Konkurrenz hinterher. Ein engerer Kontakt zur Führung des zentralistisch gesteuerten Staates wäre da womöglich von Vorteil für die Vorhaben in der Zukunft. Daimler hatte Ende 2012 angekündigt, das China-Vertriebsnetz zu reformieren.

Im vergangenen Oktober hatte der Staatsfonds Aabar aus Abu Dhabi seine verbliebenen Stimmrechtsanteile abgestoßen und hat nun nur noch indirekt über Finanzinstrumente Zugriff auf Daimler-Papiere. dpa