Café Plaisir – Aus Liebe zum Kaffee

Café Plaisir – Aus Liebe zum Kaffee

Das Café Plaisir erstrahlt seit Anfang des Monats in neuem Glanz. Innerhalb von zwei Wochen wurde das außergewöhnliche Café rundum renoviert.

Seit August 2007 betreiben Carsten und Nadine Schäfer das Café Plaisir in der Engelstraße 2 – gleich bei Pieper. Dabei gibt es hier nicht einfach Kaffee. Der wird zu großen Teilen von den beiden direkt vor Ort beim Erzeuger eingekauft. Außerdem rösten sie ihren Kaffee selbst. Anfangs noch direkt im Café. „Angefangen haben wir mit einem Fünf-Kilo-Röster“, erinnert sich Carsten Schäfer. Damit brachte man es auf
1,5 bis 2 Tonnen Kaffee pro Jahr. Doch das reichte schon bald nicht mehr, also schaffte man einen 15-Kilo-Röster an. „Wir dachten, jetzt müssen wir nie mehr vergrößern“, sagt Schäfer. Falsch gedacht. Denn nach weiteren zwei Jahren reichte auch das nicht mehr. Außerdem wurde es im Laden etwas zu eng, denn der
Kaffeeröster stand im Gästeraum. Also lagerte das Paar die
Kaffeeröstung nach Elm aus. Hier hatte man Platz für einen 30-Kilo-Röster. „Damit kann ich an einem Vormittag 500 Kilo
Kaffee rösten“, sagt Carsten Schäfer. Inzwischen kommt er auf eine Jahresproduktion von 40 Tonnen Kaffee.

Das eigene Rösten des Kaffees ist das eine, ebenso wichtig sind Carsten und Nadine
Schäfer die Herkunft des
Kaffees und ein fairer Handel. Dazu reisen die beiden regelmäßig unter anderem nach
Kolumbien, um dort vor Ort
Kaffeeanbauer zu treffen und den Kaffee direkt vom Hersteller zu kaufen. Dazu gehört auch eine entsprechende
Logistik, die garantiert, dass der Kaffee unterwegs richtig gelagert wird, und natürlich, dass das Geld auch wirklich bei den Erzeugern vor Ort ankommt. Die Qualitätskontrolle seines Direct-Trade-Kaffees übernimmt Carsten Schäfer als Coffeologe mit SCAE-Zertifikat (Speciality Coffee Association Europe) vor Ort selbst.

Und so finden Kaffeefreunde oder solche, die es werden wollen, im Café Plaisir Kaffeesorten aus eigener Röstung, die man sonst nirgendwo bekommt. „Mehrmals die Woche rösten wir über 40 verschiedene Kaffeesorten frisch. Neben den vielen verschiedenen Länderspezialitäten gehören auch diverse Kaffee- und Espressomischungen, Kaffeeraritäten, Kaffeepads sowie verschiedene Brühgeräte und Kaffeemühlen zum Sortiment“, fasst
Carsten Schäfer das Angebot im Café Plaisir zusammen.

Durch das schonende und handwerkliche Trommelröstverfahren können sich die etwa 1000 Aromen der Kaffeebohnen – im Gegensatz zum industriellen „Schockrösten“ bei 1000 Grad – erst richtig entfalten. Ein Röstvorgang dauert zwischen 18 und 23 Minuten bei etwa 200 Grad. Nach dem Rösten kühlt der Kaffee auf einem Kühlsieb langsam ab. Dieses Röstverfahren lässt die feinen Aromen entstehen und die Kaffees werden dadurch sehr bekömmlich. Die Kaffeesorten im Café Plaisir werden alle separat geröstet und anschließend zu den verschiedenen Blends zusammengemischt. Durch die Röstung von Kleinmengen ist röstfrischer Kaffee in der Tasse immer garantiert. Inzwischen beliefert Schäfer auch lokale Geschäfte wie Edeka oder die Bäckerei-Welling-
Filialen in der Region. Dazu gibt es einen Online-Shop, wo Sie den Kaffee auch für den Genuss zuhause kaufen können.

Carsten und Nadine Schäfer im neuen Interieur des Café Plaisir in Saarlouis. Foto: GMLR/Raphael Poenicke;GMLR

Seit Anfang September präsentiert sich das Café Plaisir nun im neuen Look. Innerhalb von zwei Wochen wurde das Café rundum renoviert. Der Boden wurde neu gemacht, es gibt eine neue Theke, die Wände wurden neu gestrichen und die Elektrik modernisiert, so dass nun auch auf einem Bildschirm die Geschichte des Café Plaisir und die Kaffeereisen der
Schäfers bestaunt werden
können. „Wir haben den Laden Samstagabend um 18 Uhr geschlossen, am Sonntag alles rausgeräumt und montags ging es dann los.“ Blickfang des neuen Interieurs ist übrigens ein riesiges Gemälde des Saarlouiser Künstlers Mike
Mathes, speziell für das Café Plaisir gemalt. „Wir waren vor ein paar Monaten wieder in
Kolumbien und da haben wir in einem Café ein großes Wandgemälde gesehen. Und meine Frau meinte dann, so etwas will ich auch“, erzählt Carsten Schäfer. Gesagt, getan. Nun ziert die riesige Leinwand, die wie ein Wimmelbild verschiedene Motive rund ums Thema Kaffee und natürlich das Ehepaar Schäfer selbst zeigt, eine Wand im neu gestalteten Café Plaisir. Die beiden sind begeistert: „Jedes Mal, wenn wir draufschauen, entdecken wir irgendetwas Neues.“ Wer sich übrigens für das Kaffeerösten interessiert, der hat am Samstag, 26. Oktober, beim Tag der offenen Tür in der Rösterei in Elm, Bachtalstraße 357, die Gelegenheit. „Das interessiert viele Leute“, sagt Carsten Schäfer, der bei den letzten Malen zwischen 600 und 800 Kaffeefans in der Rösterei begrüßen konnte. Außerdem beteiligt sich das Café Plaisir auch an der Aktion „Heimat shoppen“ der IHK am Freitag und Samstag, 13. und 14. September. Lassen Sie sich also überraschen und begeistern von außergewöhnlichen Kaffeespezialitäten und dem neuen Interieur des Café Plaisir im Herzen der Saarlouiser City. lx

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