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Botho Strauß kritisiert Orientierung an Masse

Kassel. Meeses Anwalt hat Zweifel an Freispruch Der Anwalt des wegen des Hitlergrußes angeklagten Künstlers Jonathan Meese (wir berichteten) hält eine Verurteilung seines Mandanten vor dem Amtsgericht Kassel für möglich. „Nach dem bisherigen Verfahrensverlauf bestehen Zweifel daran, dass das Amtsgericht hier zu einem Freispruch finden wird“, sagte der Berliner Rechtsanwalt Pascal Decker dem „Spiegel“. dpa

Er sei aber zuversichtlich, dass spätestens in einer der Folge instanzen eine Verurteilung abgewendet werden könne. Der Prozess wird heute fortgesetzt. Meese droht eine Geld- oder Haftstrafe.

Jazz-Sängerin Rita Reys gestorben



Die niederländische Jazz-Sängerin Rita Reys ist tot. Die Musikerin, die "Europe's First Lady of Jazz" genannt wurde, starb mit 88 Jahren in der Nacht zum Sonntag im Ort Breukelen nördlich von Utrecht, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Reys stand mehr als 70 Jahre lang als professionelle Sängerin auf der Bühne. Reys gewann 1991 den "Bird Award" auf dem North Sea Jazz Festival für ihr Gesamtwerk.

230 000 Besucher bei Christo-Installation

Vier Monate nach ihrer Eröffnung hat die Großinstallation "Big Air Package" des Verpackungskünstlers Christo im Oberhausener Gasometer bereits rund 230 000 Besucher angezogen. Das teilten die Ausstellungsmacher mit. Christo hat im Innern des Industriedenkmals ein 90 Meter hohes, selbsttragendes Luftpaket errichtet. Das Luftpaket ist noch bis Ende des Jahres zu sehen.

Botho Strauß kritisiert Orientierung an Masse

Der Schriftsteller und Dramatiker Botho Strauß beklagt eine zunehmende Orientierung von Kunst und Literatur am Massengeschmack. "Inzwischen paktiert auch die Kunst liebedienerisch mit Quote und breitem Publikum. Kaum einer, der die Verbreitung nicht für Erhöhung hielte", schrieb der 68-jährige Strauß in einem Essay für den "Spiegel". In der Literatur sieht er einen "Markt des breitgetretenen Quarks, dessen Autoren in digitalen Massen sich vordrängen".

Publikumspreis für Stephan Schad

Für Schauspieler Stephan Schad hat sich die Hauptrolle als Nathan bei den Bad Hersfelder Festspielen gelohnt: Nach dem Großen Hersfeldpreis erhielt er am Samstag auch den Publikumspreis 2013. Der Preis wurde Schad nach der Aufführung des Lessing-Dramas "Nathan der Weise" überreicht. Der 49-Jährige spielte den Nathan unter der Regie von Holk Freytag.