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Borussia und der FC Chelsea
Die Hazard-Brüder wechseln nicht die Klubs

Thorgan Hazard beim Elfmeterschuss.
Thorgan Hazard beim Elfmeterschuss. FOTO: dpa / Carmen Jaspersen
Thorgan Hazard bleibt bei Borussia Mönchengladbach, Superstar Eden beim FC Chelsea. Das sagte der Gladbacher Hazard nun. Von Karsten Kellermann

Als die vergangene Saison vorbei war, waren sich die Experten recht einig, dass Thorgan Hazard nicht über den Sommer hinaus bei Borussia Mönchengladbach bleiben würde. Man vermutete, dass der begabte Belgier, Bruder des WM-Superstars Eden vom FC Chelsea, das große Geld bringen würde, um Borussia zu erneuern. Doch nun ist die Transferperiode fast vorbei, die Gladbacher haben mit dem Verkauf des Verteidigers Jannik Vestergaard genug eingenommen, um Wunsch-Mittelstürmer Alassane Plea zu verpflichten, und Hazard, 25, ist immer noch da. Und wird es auch bleiben.


„Es kann sein, dass bis zum Ende der Transferperiode noch ein Spieler geht“, sagte Manager Max Eberl im Vorfeld des Saisonauftakts gegen Bayer Leverkusen. „Aber ich habe nicht einen Prozent Zweifel daran, dass Thorgan bleibt.“

Zuvor hatte Hazard im Interview mit unserer Redaktion (Samstagausgabe) einigermaßen klar gesagt (er und sein Bruder haben die Angewohnheit in Transferdingen die übliche Phrase des „Stand jetzt“ zu verwenden), dass er sich in der kommenden Saison in Mönchengladbach weiterentwickeln will. Seine persönliche Deadline ist das erste Liga-Spiel am Samstag gegen Leverkusen. „Wenn ich da spiele, werde ich die ganze nächste Saison für Gladbach spielen“, sagte Hazard. Im Sommer 2019 wird ein Wechsel aber wieder ein Thema werden. Nebenbei beruhigte der Borusse die Fans des FC Chelsea, die befürchten mussten, dass Eden Hazard zu Real Madrid abwandern könnte. „Ich denke, die gesamte Hazard-Familie bleibt, wo sie jetzt ist“, sagte der Gladbach-Hazard.



Dass Thorgan Hazard zu Borussias Fixpunkten gehört, steht für seinen Trainer Dieter Hecking außer Zweifel. Drei Tore schoss Hazard im Pokalspiel beim BSC Hastedt, ebenso viele wie seine Mitstürmer Raffael und Plea. Das Trio dürfte auch gegen Leverkusen erste Wahl sein, wenngleich Hecking nichts verraten wollte, was das Personal für das Auftaktspiel betrifft. Senior Raffael ist mit 33 gut drauf, Plea ist angekommen, und Hazard will seine Bilanz der vergangenen Saison (zehn Tore) steigern. Tatendurstige Stürmer sollte man nicht ausbremsen.