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Schweizer Nationalspieler
Michael Lang vor Wechsel nach Gladbach

Borussia Mönchengladbach ist auf der Suche nach einem weiteren Defensivspieler offenbar in der Schweiz fündig geworden. Rechtsverteidiger Michael Lang vom FC Basel steht vor einem Wechsel zum Bundesligisten.

Dass Borussia und der Schweizer Fußball gut miteinander können, ist bekannt. Ex-Trainer Lucien Favre steht nach wie vor für die Reanimation des Klubs, Schweizer Spieler gelten als gut und passend am Niederrhein. Derzeit sind mit Yann Sommer, Nico Elvedi, Denis Zakaria und Josip Drmic vier Eidgenossen im Kader, alle vier weilen bei der WM in Russland. Dort ist auch der, der als nächster Zugang aus dem Nachbarland gehandelt wird: Michael Lang, ein hauptberuflicher Rechtsverteidiger, der auch Innenverteidiger sein kann. Der 27-Jährige spielt beim FC Basel. „Express“ und „Kicker“ berichten vom Interesse der Borussen, Informationen unserer Redaktion bestätigen das.


Lang soll nach der WM kommen, ist zu hören. Er hat in Basel noch einen Vertrag bis 2019, er würde, so wird spekuliert zwischen vier und fünf Millionen Euro kosten. Schon in der vergangenen Woche hatten die Borussen einen Außenverteidiger geholt, der 18 Jahre alte Däne Andreas Poulsen ist ein Mann für die linke Seite. Wie Poulsen kann Lang sowohl in einer Vierer- als auch Dreierkette spielen. Er hat auch ein offensives Gen, davon zeugen die fünf Tore plus sechs Assists, die er in der vergangenen Saison in der Schweiz einsammelte.

Lang, der bei der WM gegen beim 1:1 gegen Brasilien zu einem Kurzeinsatz kam, könnte die Gladbacher Defensiv-Abteilung ergänzen – oder als Ersatz für einen entschwundenen Defensivmann kommen. Insbesondere der Däne Jannik Vestergaard, ebenfalls WM-Fahrer, steht im Verdacht, den Klub nach dem Turnier in Russland möglicherweise zu verlassen. Zuletzt gab es Gerüchte um Lazio Rom. Vestergaard würde aber 20 bis 25 Millionen Euro aufwärts kosten. Elvedi könnte dann nach innen rücken.



Füllkrug weiter ein Thema

Kommt Lang, wären die Umbaumaßnahmen hinten wohl abgeschlossen, tatsächlich gab es auch Bedarf auf den Außenverteidiger-Positionen. Insgesamt acht bis neun Millionen Euro hätte Borussia dann investiert in mehr Flexibilität in der Abteilung Torverhinderung. Das Gros des sommerlichen Invests wird aber ganz vorn liegen. Nach wie vor verhandelt Borussias Manager Max Eberl mit Hannover 96 über den Transfer des Stürmers Niclas Füllkug, sicherlich mit dem Ziel, bis zum Trainingsauftakt am Sontag eine Einigung hinzukriegen. Auch der Franzose Alassane Plea bleibt ein Thema.