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Trotz Bankplatz und Verletzung
Christoph Kramer ist mit sich „im Reinen“

Christoph Kramer
Christoph Kramer FOTO: Dirk Päffgen
Christoph Kramer trainiert wieder voll mit, doch das Spiel gegen Stuttgart kommt wohl zu früh für den Mittelfeldspieler. Auch gegen den Tabellen-16. müsse Borussia sich die Spielgeschichte „hart erarbeiten“. Er selbst zweifelt nicht an sich nicht, weil er in dieser Saison weniger spielt. Von Karsten Kellermann

Wie erwartet hat Borussias Mittelfeldspieler Christoph Kramer am Donnerstag erstmals nach seinem Außenbandanriss im Sprunggelenk komplett mit der Mannschaft trainiert. Am Mittwoch war er wieder einbgestiegen, hatte aber nur Teile des Trainings mitgemacht „Es war okay“, sagte Kramer danach, wollte aber noch keine Prognose abgeben, wann er wieder spielbereit sein wird. „Das kann man nach solch einer Verletzung nicht so richtig sagen, man muss von Tag zu Tag schauen, wie das Gelenk reagiert“, sagte Kramer. Da nach zwei Wochen Pause „noch etwas fehlt“, dürfte trotz der Rückkehr ins Training das Spiel am Sonntag gegen den VfB Stuttgart (Borussia bietet für das Spiel und das folgende gegen Aufsteiger Nürnberg alle Sitzplatztickets bis zum 9. Dezember zum Preis von 19 Euro an) zu früh kommen für Kramer.


Den Job im defensiven Mittelfeld hatte vor Kramers Verletzung ohnehin auch meist Tobias Strobl bekommen. Der dürfte gegen den VfB ebenfalls erste Wahl sein – es sei denn, Trainer Dieter Hecking hat einen alternativen Plan. Beispielsweise könnte Laszlo Bénes, der gegen Hannover und in Leipzig im Kader war, aber ohne Einsatz blieb, ein Kandidat sein. Allerdings dürfte ein Wechsel auf der Single-Sechs eher unwahrscheinlich sein, da Hecking nach wie vor seinen Chef-Achter Jonas Hofmann ersetzen muss, der wegen einer Muskelverletzung pausieren muss. In Leipzig bildeten die Jungspunde Denis Zakaria und Florian Neuhaus das offenisve Duo in der Zentrale, Strobl war dahinter als Aufräumer eingeteilt. Möglich, dass Hecking das Trio zusammenlässt, damit es sich einspielen kann. Oder aber er zieht Kapitän Lars Stindl auf die Acht, eine Variante, die er in der Schlussphase in Leipzig probte.

Dort, befand Kramer, „haben wir eigentlich ein gutes Spiel gemacht. Wenn die Leipziger mit diesem Druck und dieser Konzentration spielen, ist es für jeden Gegner schwer, so ein Team zu schlagen“. Die Borussen sind gegen Stuttgart schon aufgrund der Tabellenkonstellation (Zweiter gegen 16.) Favorit, doch Kramer warnt: „Wenn du dir in der Bundesliga die Spielgeschichte nicht jedes Mal hart erarbeitest und nur einen Schritt weniger machst, gewinnst du kein Spiel. Wenn wir es machen, können wir gegen Stuttgart gewinnen, aber auch gegen die Bayern und in Leipzig“, sagte Kramer.



Dass er selbst bislang eher weniger mitmachen durfte oder konnte (378 Pflichtspielminuten), lässt ihn nicht an sich selbst zweifeln. „Ich bin mit mir im Reinen. Ich habe gut trainiert und meine Leistung gebracht“, sagte der Mittelfeldmann, der zuletzt am 6. Oktober, beim 3:0 bei den Bayern, in einem Pflichtspiel dabei war. Mit der Rückkehr ins Training beginnt für ihn die neue Bewerbungsphase um einen Platz im Team, konkret indes wohl eher erst für die Partie bei 1899 Hoffenheim am 15. Dezember.