Boeings Dreamliner hebt zum Jungfernflug ab

Boeings Dreamliner hebt zum Jungfernflug ab

Everett. Mit mehr als zwei Jahren Verspätung ist das neue Boeing-Langstreckenflugzeug 787 Dreamliner gestern zu seinem Jungfernflug gestartet. Von einer Startbahn nahe dem Boeing-Werk in Everett an der US-Westküste hob die Prestige-Maschine zu einem mehrstündigen Flug über die Pazifikküste und den Bundesstaat Washington ab

Everett. Mit mehr als zwei Jahren Verspätung ist das neue Boeing-Langstreckenflugzeug 787 Dreamliner gestern zu seinem Jungfernflug gestartet. Von einer Startbahn nahe dem Boeing-Werk in Everett an der US-Westküste hob die Prestige-Maschine zu einem mehrstündigen Flug über die Pazifikküste und den Bundesstaat Washington ab. Die Boeing-Techniker erhoffen sich von dem Flug Erkenntnisse über die Funktionsfähigkeit der Maschine, die neue Maßstäbe in Leichtbauverfahren und Umweltverträglichkeit setzen soll. Dem Jungfernflug ging eine von Rückschlägen begleitete Entwicklungsphase voraus. Insgesamt fünf Mal hatte der zunächst für Sommer 2007 geplante Jungfernflug verschoben werden müssen. Eine Serie von Pannen lastete auf dem Image des Luftfahrtkonzerns, der sich scharfer Konkurrenz des europäischen Anbieters Airbus ausgesetzt sieht. Mit dem Dreamliner will Boeing eine neue Phase beim Bau von Langstreckenflugzeugen einleiten. Die Maschine soll nach Konzernangaben etwa 20 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als vergleichbare Flugzeuge. Dieses Versprechen zog viele Fluggesellschaften an: Mit 865 Bestellungen ist die 787 jetzt schon Boeings erfolgreichstes Flugzeug. Der Konzern bezeichnet den Dreamliner als "das am schnellsten verkaufte Düsenflugzeug der Luftfahrtgeschichte". Die erste Auslieferung von Maschinen, die ursprünglich für das erste Halbjahr 2008 geplant war, soll nun Ende 2010 erfolgen. afp/dpa