Boeing gibt Startschuss für den "Dreamliner"

Boeing gibt Startschuss für den "Dreamliner"

Everett. Der "Dreamliner" von Boeing hat lange auf sich warten lassen, nun soll er das Reisen über den Wolken revolutionieren: Mit mehr als drei Jahren Verspätung lieferte der US-Flugzeugbauer gestern seine erste 787 aus

Everett. Der "Dreamliner" von Boeing hat lange auf sich warten lassen, nun soll er das Reisen über den Wolken revolutionieren: Mit mehr als drei Jahren Verspätung lieferte der US-Flugzeugbauer gestern seine erste 787 aus. Der Langstrecken-Jet soll Boeing zufolge die Passagiere mit größeren Fenstern, einer weniger trockenen Luft, einem angenehmeren Kabinendruck und geräumigen Gepäckfächern beglücken. Die Fluggesellschaften wiederum dürfen sich über eine Reichweite von mehr als 15 000 Kilometer und den laut Boeing um 20 Prozent geringeren Spritverbrauch freuen. Möglich macht das eine neuartige Konstruktion aus leichten und stabilen Karbonfasern statt Aluminium. Erzrivale Airbus will sein Konkurrenzmodell A350 erst ab Ende 2013 ausliefern.Wegen einer beispiellosen Pannenserie hatte sich die Auslieferung immer weiter verzögert. Vor einem Jahr musste eine "Dreamliner"-Testmaschine wegen eines Brands in der Elektronik sogar notlanden - die Besatzung kam aber mit dem Schrecken davon.

Boeings Erstkunde kommt aus Asien, dem am rasanten wachsenden Luftfahrtmarkt. Die japanische All Nippon Airways unterzeichnete am Sonntag im Boeing-Werk in Everett die Übergabepapiere, gestern war Feiern angesagt und heute soll die Maschine Richtung Japan starten. dpa