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Bobby McFerrin: Der Vokal-Artist ist heute in Saarbrücken

Saarbrücken. Ein Professor der Uni Cincinnati hat herausgefunden, dass jeder Mensch in seinem Leben mindestens einmal von einem Ohrwurm heimgesucht wird. Manche können einen über Wochen verrückt machen, andere wiederum schwingen in dem Rhythmus, mit dem man einfach mitmuss. "Don't worry, be happy" gehörte Ende der 1980er zur zweiten Kategorie

Saarbrücken. Ein Professor der Uni Cincinnati hat herausgefunden, dass jeder Mensch in seinem Leben mindestens einmal von einem Ohrwurm heimgesucht wird. Manche können einen über Wochen verrückt machen, andere wiederum schwingen in dem Rhythmus, mit dem man einfach mitmuss. "Don't worry, be happy" gehörte Ende der 1980er zur zweiten Kategorie. Ausgeheckt hat den Gute-Laune-Hit Bobby McFerrin (Foto: ddp). Sein Vater war in den 1950er Jahren der erste afroamerikanische Opernsänger an der New Yorker Met. Der Sohn ließ seine Laufbahn eher locker angehen. Als ihn ein Lehrer vor dem Collegeabschluss fragte, wie er sich seine Zukunft vorstelle, entschied sich McFerrin spontan für die Musik.In Kalifornien studierte er Komposition und Arrangieren, die Initialzündung erfolgte mit 27 Jahren recht spät: Singen wollte der Tasteninstrumentalist, völlig ohne Begleitung. Ein Hotelmanager gab ihm eine Chance zu Auftritten, und das Debüt-Album "Simple Pleasures" von 1982 erstaunte Viele. Eine solche Vokaltechnik mit raschem Wechsel zwischen Brust-und Falsettstimme hatte man bis dahin noch nicht gehört. Ab den 1990er Jahren arbeitete McFerrin mit Größen wie Chick Corea und Cellist Yo-Yo Ma. Eher zufällig startete er eine Nebenlaufbahn als Dirigent. Laut McFerrin hat er jeweils eine Lehrstunde bei Leonard Bernstein und bei Seiji Ozawa genossen. Jetzt steht er regelmäßig als Gast vor berühmten Orchestern - 2004 etwa vor den Wiener Philharmonikern. sadKonzert: "Solo Improvisations", heute um 20 Uhr, im Audimax der Saarbrücker Uni.