1. Blaulicht

Zwischen Neunkirchen und St. Ingbert: Mehrere Polizeistreifen jagen Autofahrer

Nächtliche Verfolgungsfahrt : Mehrere Polizeistreifen jagen Autofahrer zwischen Neunkirchen und St. Ingbert

Immer wieder schüttelte ein junger Mann seine Verfolger ab. Dabei drückte er mächtig aufs Gas. Doch dann beendete eine Sackgasse seine gefährliche Rennfahrt. Und die Ermittler stellten einiges bei ihm fest.

Erneut hat sich ein Autofahrer eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert. Dabei erreichte der 19-Jährige in der Nacht auf Sonntag (12. September) innerorts Höchstgeschwindigkeiten, die bereits auf Autobahnen ohne Tempolimit rasant sind.

Wie ein Neunkircher Polizeisprecher meldet, war gegen zwei Uhr Ausgangspunkt eine Ampel in Neunkirchen selbst. Zuerst ordnete sich der Fahrer den Gesetzen unter, blieb wegen des Rotlichts stehen. Als die Ampel indes auf grün umsprang, sollte die halsbrecherische Tour starten.

Zuerst überholte der junge Mann noch an der Ampel mit seinem Seat einen Wagen vor ihm. Dabei nahm er bereits keine Rücksicht, wich über die beiden Gegenspuren aus und raste davon. Ermittler in einem Streifenwagen bekamen das mit und wollten den Raser da bereits aufhalten. Mit entsprechenden Signalen machten sie unmissverständlich auf sich aufmerksam. Doch das juckte den Verkehrssünder nicht. Im Gegenteil: Er legte nochmals beim Tempo zu.

Die Polizisten blieben ihm auf den Fersen. Der Fahrer vor ihnen schoss mit seinem Auto durch die Innenstadt, erreichte Spiesen und schließlich St. Ingbert. Die Beamten stellten dabei fest, dass bei der Verfolgungsfahrt bis zu 130 Stundenkilometern im Ort erreicht wurden. Die Polizei  bremste mehrfach, um niemanden zu gefährden. Dabei verlor sie mehrmals den Raser aus den Augen, machte ihn aber immer wieder ausfindig.

Um dieser gefährlichen Aktion ein Ende zu bereiten, wurden Ermittler weiterer Dienststellen im Umkreis alarmiert: darunter aus Homburg und Saarbrücken. Jetzt waren mehrere Streifenwagen hinter dem Flüchtenden hinterher. Bis in eine Sackgasse verfolgten sie ihn. Dort stieg er aus seinem Fahrzeug und wollte zu Fuß abhauen. Die Beamten waren schneller, packten ihn und warfen ihn zu Boden.

Kurz nach der Festnahme stellten sie fest: Der Mann aus Hiddenhausen im Landkreis Herford/Nordrhein-Westfalen, hatte keinen Führerschein, dafür aber Alkohol und Drogen intus. Jetzt hat er gleich mehrere Strafverfahren am Hals.

Bereits Ende August hatte die Polizei einen Autofahrer in St. Ingbert geschnappt, der sich nicht hatte kontrollieren lassen wollen und davonfuhr. Auch hier war Alkohol im Spiel.