1. Blaulicht

Zeugen gesucht: Munitionsbrand in Weltkriegsbunker in Sulzbach

Kampfmittelräumdienst im Einsatz : Weltkriegsgranaten in Sulzbacher Bunker brennen: Was hat das Feuer ausgelöst?

Weit über 400 Grad heiß war es an der Unglücksstelle. Das stellte die Feuerwehr fest. Später entdeckten Ermittler: Das war nicht die einzige alte Kriegsmunition.

Mysteriöser Rauch stieg am Samstagabend im Sulzbacher Stadtteil Hühnerfeld auf. Spaziergänger bemerkten ein Feuer in einem alten Wehrmachtsbunker und alarmierten die Feuerwehr. Der Brand war schnell unter Kontrolle. Bei den Löscharbeiten entdeckten Einsatzkräfte der Löschbezirke Stadtmitte und Altenwald sowie der Polizeiinspektion Neunkirchen alte Weltkriegsmunition.

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Temperaturen bis zu 450 Grad bei Munitionsbrand in Bunkeranlage in Sulzbach

„Als Ursache konnte Abbrand von Munition festgestellt werden“, teilt die Feuerwehr Sulzbach in einem Facebook-Beitrag mit. „Messungen mittels Wärmebildkamera ergaben zunächst Temperaturen von 450 Grad.“ Die Feuerwehrleute sperrten den Bereich im Umkreis von 50 Metern und alarmierten den Kampfmittelräumdienst. Dieser konnte bald die Brandursache identifizieren: zwei alte Granaten. In einem Wasserbad kühlte der Kampfmittelräumdienst die Granaten herunter und beseitigte sie anschließend. Dann übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei.

Ermittler des Dezernats für Kampfmittelbeseitigung durchsuchten mit der Diensthundestaffel und dem Kriminaldauerdienst die Bunkeranlage und die Umgebung. Dabei fanden die Beamten weitere Weltkriegsmunition.

Munitionsbrand in Sulzbach: Haben sich die Granaten selbst entzündet, oder war Brandstiftung im Spiel?

Derweil wird in den Kommentaren unter dem Facebook-Post der Feuerwehr über die Ursache gemutmaßt: „Durch das Alter und die Witterungseinflüsse kann sich auch Munition zersetzen und sich selbst entzünden. Meist ist das eine Brandbombe gefüllt mit Phosphor“, schreibt ein User. „In Verbindung mit der Luft reagiert der Phosphor mit dem Sauerstoff, und die ausgelöste thermische Reaktion beginnt.“

Doch die Polizei geht von einer anderen Ursache aus: Das Ergebnis der kriminaltechnischen Untersuchung stehe zwar noch aus, doch auf Grundlage der bisherigen Erkenntnisse gehe man von vorsätzlicher Brandstiftung aus.

Die Polizei sucht nun Zeugen, die kurz vor dem Brand Menschen oder Fahrzeuge in der Nähe des Bunkers bemerkt haben oder mit anderen Hinweisen bei den Ermittlungen helfen können. Diese sollen sich an den Kriminaldauerdienst wenden: unter Tel. (06 81) 9 62 21 33.