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Wetter heute im Saarland: Ärzte warnen vor Gesundheitsrisiken​ - Diese Personen sind besonders gefährdet

Die nächste Hitzewelle : Heute bis zu 39 Grad im Saarland erwartet – Ärzte warnen vor Gesundheitsrisiken

Am heutigen Donnerstag wird es in der Region erneut besonders heiß. Damit wächst vor allem für ältere Menschen die Gesundheitsgefahr.

Im Saarland steigen die Temperaturen heute auf bis zu 39 Grad Celsius. Das meldet der Deutsche Wetterdienst. Damit steht der Region bereits die zweite – wenn auch dieses Mal nur kurze – Hitzewelle innerhalb von gut zwei Wochen bevor. Mediziner warnen deshalb vor Gesundheitsrisiken – und mahnen zur Vorsicht.

Es gebe Personen, die sich bei Hitze unnötigerweise selbst in Gefahr brächten, sagt die Professorin Dr. Ingrid Kindermann, Herzspezialistin am Universitätsklinikum des Saarlandes. Sie berichtet von Patienten vornehmlich im Rentenalter, die unbedingt ihren Tagesplan abspulen wollten und daher in der größten Mittagshitze ihren Rasen mähten. Die Medizinerin empfiehlt allen, denen es möglich ist, sich zu schonen, sich im Haus aufzuhalten und mindestens zwei bis drei Liter zu trinken – „am besten Wasser“.

Bei Hitze steigen die Gefahren für die Gesundheit

Denn: „Bei Hitze steigt die Zahl der Patienten mit einem Kreislaufkollaps regelmäßig an“, sagt Kindermann. „Bei Hitze weiten sich die Blutgefäße. Dadurch sinkt der Blutdruck. Das kann zu Schwindel führen, bei Patienten, die ohnehin wegen eines niedrigen Blutdrucks behandelt werden, auch zu einem Kreislaufzusammenbruch.“ Betroffene verlieren dabei kurzfristig das Bewusstsein.

„In einem solchen Fall sollte man die Person hinlegen, die Beine etwas erhöht, damit das Blut wieder zum Herzen fließt“, so die Medizinerin. Die pralle Sonne sollten in jedem Fall auch Patienten meiden, die auf bestimmte Medikamente angewiesen seien. Antibiotika und Antiarrhythmika, die bei Herzrhythmusstörungen verordnet werden, machten die Haut lichtempfindlicher.

Hohe Gefahr für Waldbrände im Saarland

Nicht für den Menschen, sondern auch für die Infrastruktur kann die extreme Hitze negative Folgen haben. Nach Auskunft des Landesbetriebs für Straßenbau (LSF) sind an den Straßen im Saarland bislang allerdings keine Hitzeschäden aufgetreten. Asphalt ist ein thermoplastischer Baustoff, der umso weicher wird, je höher die Temperaturen sind. Auf viel befahrenen Straßen, in der Regel auf Autobahnen, bildeten sich dann oft Spurrinnen. Das sei derzeit nicht der Fall. Da es auf saarländischen Straßen keine Betonbeläge mehr gebe, bestehe auch keine Gefahr, dass Platten durch die Hitze plötzlich aufbrechen.

Deutlich größer ist da die Gefahr von Waldbränden. Laut Deutschem Wetterdienst gilt heute im gesamten Saarland die vierthöchste („hohe Gefahr“) von fünf Warnstufen.

Gegen Ende der Woche dürfte es dann schon wieder vorbei sein mit der extremen Hitze. In der Nacht zum Freitag wird es über dem Saarland bewölkt. Der Wetterdienst sagt Schauer und Gewitter voraus, auch Starkregen sei möglich. Tagsüber liegt die Höchsttemperatur bei 26 Grad. Das gilt auch für Samstag.