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Suizid-Drohung in Saarwellingen: Polizei verletzt Mann (45) mit Schuss

Großeinsatz in Saarwellingen : Mann droht, sich umzubringen – Spezialkräfte der Polizei setzen ihn mit Schuss außer Gefecht

Bis in die frühen Morgenstunden hat die Polizei in Saarwellingen mit Spezialkräften versucht, einen Mann zu retten. Der hatte damit gedroht, sich zu erschießen. Es war nicht der erste Einsatz für die Beamten in Zusammenhang mit dem 45-Jährigen binnen weniger Stunden.

Mit einem Schuss haben Spezialkräfte der Polizei einen Mann am frühen Sonntagmorgen, 24. Oktober, davon abgehalten, sich das Leben zu nehmen. Mittlerweile liegt der 45-Jährige im Krankenhaus und wird operiert, wie eine Sprecherin des Landespolizeipräsidiums in Saarbrücken berichtet.

Demnach hatte der Saarwellinger die Polizei selbst auf sich aufmerksam gemacht. Er alarmierte sie per Notruf und teilte mit, dass er sich erschießen wolle. Auslöser sei ein Streit mit seiner Frau. Deswegen waren Ermittler bereits am Samstag zur gemeinsamen Wohnung gekommen. Um die Frau zu schützen, durfte er nicht zu ihr zurück.

Spezialeinheiten brachen gegen 1.30 Uhr in der Nacht auf Sonntag zu ihm auf. Immer wieder verließ er das Auto vor der Wohnung und stieg wieder ein. Er zeigte den Beamten seine Schusswaffe, mit der er sich töten wolle. Einmal sogar schoss er in die Luft.

Vertreter einer extra für solche Ausnahmesituationen geschulten Verhandlungsgruppe versuchten über Stunden, den Mann dazu zu bringen, die Waffe wegzulegen. Doch das half alles nichts: Mehrfach richtete er sie auf sich.

Um 7.10 Uhr dann schritten die Spezialeinheiten ein: Mit einem Schuss ins Bein setzten sie den Suizidgefährdeten außer Gefecht. Er kam umgehend ins Krankenhaus, schwebte aber nicht in Lebensgefahr. Ob der Mann im Anschluss in eine psychiatrische Klinik kommt, werde geprüft.

Hilfe bei der Gefahr auf Suizid: Tel. (08 00) 111 0 111