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SEK-Einsatz in Güdingen: Mann wehrt sich gegen Betreuung von Amts wegen​

Gesetzliche Betreuung : Mann in Güdingen sorgt für stundenlangen SEK-Einsatz (mit Fotos)

Die Polizei musste am Mittwochvormittag mit einem Großaufgebot in Güdingen anrücken. Mitarbeiter des Regionalverbands Saarbrücken hatten sie alarmiert, da sie befürchteten, dass ein zu betreuender Mann zur Gefahr werden könnte.

Mit einem Großaufgebot hat die Polizei am Mittwochvormittag, 5. Oktober, Mitarbeiter des Regionalverbands Saarbrücken unterstützt. Denn die befürchteten, dass ein Mann in Saarbrücken-Güdingen wegen einer bevorstehenden Betreuung von Amts wegen gewalttätig werden könnte. Es sei sogar möglich, dass er zu einer Waffe greift.

Deswegen musste auch das Spezialeinsatzkommando (SEK) anrücken, wie Polizeisprecher Falk Hasenberg auf SZ-Anfrage berichtet. Diese Truppe ist besonders für Gefahrensituationen ausgebildet.

Mann in Güdingen droht wegen geplanter Betreuung

Der Betroffene, der im vierten Stock eines Mehrparteienhauses lebt, soll zuvor Mitarbeiter bedroht haben. Darum riefen Amtsleute des Regionalverbands gegen 8.30 Uhr die Polizei hinzu.

Über Stunden blieb die Lage unklar. Der psychisch kranke Mann schien nicht dazu bereit, sich in der Spezialklinik auf dem Saarbrücker Sonnenberg untersuchen zu lassen. So versuchten Beamte der Polizei ebenfalls ihn dazu zu bewegen, seine Wohnung zu verlassen.

Unterdessen wurde um das Gebäude herum alles für eine Notsituation vorbereitet. Die Polizei richtete sogar auf dem Parkplatz eines angrenzenden Supermarktes alles für einen möglichen Sprung des Mannes vom Balkon ein. Dort wäre ein großes Luftkissen gewesen, um ihn aufzufangen.

Erst gegen Mittag endete der Polizei-Einsatz

Um 11.45 Uhr dann Hasenbergs Nachricht: Der Mann hatte sich festnehmen lassen, ohne sich zu wehren. Letztlich entdeckten die Fahnder keinerlei vermutete Waffen bei ihm in der Wohnung.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fotos: Mann wehrt sich gegen Betreuung – SEK muss in Güdingen ran