Sachstand nach Tragödie Nach Unfall-Tod bei Schmelz sitzt Autofahrer (26) in U-Haft – Polizei mit neuen Details

Update | Schmelz · Nach einem tödlichen Unfall bei Schmelz ermittelt die Staatsanwaltschaft. Sie beantragte Untersuchungshaft gegen einen Autofahrer aus dem Landkreis Saarlouis. Bei dem Crash war ein 22 Jahre alter Mann gestorben. Die Polizei setzt die Ermittlungen fort.

Autounfall auf L145: Mann (22) nach Unfall bei Schmelz tot
20 Bilder

Mann (22) nach Autounfall bei Schmelz tot

20 Bilder
Foto: Ruppenthal

Ein dramatischer Verkehrsunfall hat am frühen Donnerstagmorgen, 9. Mai, einen Toten gefordert. Auf der L145 bei Schmelz (Landkreis Saarlouis) kam ein junger Mann in seinem Auto ums Leben. Die Insassen eines daran beteiligten Wagens flüchteten zunächst und ließen das Opfer zurück. Die Polizei bekam sie aber wenig später bereits zu fassen. Darauf verhängte ein Richter am Amtsgericht in Saarbrücken Haftbefehl gegen den anfangs geflohenen Autofahrer.

Zwei Autos prallen auf Landstraße bei Schmelz frontal zusammen

Demnach hatte sich der folgenschwere Crash am Donnerstag gegen 3.50 Uhr nahe des Schmelzer Ortsteils Schattertriesch ereignet. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen dabei die beiden Autos frontal zusammengestoßen sein. Daran beteiligt: ein Fahrer mit seinem VW-Golf. Der 22-Jährige kam bei der Kollision ums Leben.

Im zweiten Fahrzeug, einem Mercedes, sollen zur Unglückszeit zwei Menschen gesessen haben. Dabei handelte es sich nach Angaben der Ermittler um einen 26-Jährigen, der am Steuer gesessen haben soll, und seine 21 Jahre alte Begleitung. Beide seien zunächst abgehauen. Allerdings sollen Beamte sie wenig später nahe der Unfallstelle aufgespürt haben.

Noch am Unglückstag kam Mercedes-Fahrer in Untersuchungshaft

Noch am selben Abend sei nach Polizeiauskunft der Geflüchtete nach Saarbrücken hinter Gitter gekommen. Die Staatsanwaltschaft begründete ihren Haftantrag mit Fluchtgefahr. Der Verdacht laute: fahrlässige Tötung und Unfallflucht.

Auch mehrere Tage nach dem dramatischen Zwischenfall ist die Ursache weiterhin unklar, warum beide Autos dermaßen zusammenstießen. Zurzeit werde nach wie vor geforscht, warum sich die Insassen aus dem Mercedes erst einmal aus dem Staub machten. Ob der Fahrer getrunken, anderweitige Drogen genommen oder keinen Führerschein hatte, dazu machte die Polizei bisher keine Angaben. Äußerlich sollen die Frau und der Mann unverletzt geblieben sein.

Polizei zum bisherigen Ermittlungsstand nach tödlichem Unfall

Wie in solchen Fällen üblich, sei eine Blutprobe entnommen worden. Damit soll herausgefunden werden, ob der inhaftierte Fahrer zur Unfallzeit berauscht und dies womöglich der Auslöser für die Katastrophe war. Ein Ergebnis des beauftragten Labors stehe aus. Zu etwaigen Aussagen des Mannes und der Frau machten die Fahnder keine Angaben.

Alle Beteiligten stammten aus dem Landkreis Saarlouis. Die Familie des Opfers habe die Polizei bereits am Vormittag nach dem Unglück informiert. Die Landstraße blieb während der Räumung mehrere Stunden dicht. Erst gegen 10 Uhr gaben Beamte die Trasse frei. Die Staatsanwaltschaft in Saarbrücken beauftragte mittlerweile Spezialisten damit, ein Gutachten zu erstellen. Mit dessen Hilfe soll der Unfall rekonstruiert werden, um die Ursache herauszufinden.

Zeugen oder Personen, die sachdienliche Angaben zu dem Unfallgeschehen machen können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Lebach zu melden – entweder telefonisch , (0 68 81) 50 50 oder per E-Mail an pi-lebach@polizei.slpol.de.

(hgn)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort