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Saarlouis - Streit zwischen Nachbarn endet in versuchtem Totschlag

Schwer verletzter Mann weiter nicht ansprechbar : Streit in Saarlouis eskaliert: Tatverdächtiger (32) in Forensik nach Merzig gebracht

In Saarlouis Picard ist am Wochenende ein Nachbarschaftsstreit zwischen zwei Männern eskaliert. Dabei wurde ein 34-jähriger Mann schwer am Hals verletzt. So ist der aktuelle Stand der Ermittlungen am Dienstag.

In Saarlouis ist am Sonntag, 20. November, ein Nachbarschaftsstreit eskaliert. In der Dorfstraße im Saarlouiser Stadtteil Picard gerieten um kurz nach acht Uhr zwei Männer, 32 und 34 Jahre alt, in Streit – offenbar beide Bewohner eines Mehrparteienhauses. Wie die Polizei mitteilte, wurde dabei der 34-Jährige schwer „im Kopf- und Halsbereich“ verletzt. Zum Auslöser des Streits und zur Tatwaffe laufen auch am Montag die Ermittlungen weiter. „Es wird derzeit ein großes Spurenbild analysiert“, teilte die Polizei am Montag auf SZ-Anfrage mit. Der Tatverdächtige wurde am Montag dem Ermittlungsrichter vorgeführt und von ihm befragt. Er kam kurz darauf in die Forensik nach Merzig, eine Klinik für psychisch Kranke, wie ein Sprecher der Landespolizei am Dienstagmorgen bestätigte. Der schwer verletzte 34-Jährige sei weiter in der Klinik und noch nicht ansprechbar.

Versuchter Totschlag in Saarlouis: Blutverschmierte Kleidung am Tatort

Berichte, wonach einer der beiden Männer auf die andere Person mit einem Messer eingestochen haben soll, konnte die Polizei nicht bestätigen. Auf Fotos vom Tatort sind allerdings blutverschmierte Gegenstände und Kleidung zu sehen.

Bei der Festnahme verhielt sich der 32-Jährige äußerst aggressiv, sodass die Beamten einen Taser (Elektroschockpistole) gegen ihn einsetzten. Dabei wurde der Mann leicht verletzt. Beide Männer wurden in Saarlouiser Kliniken eingeliefert. Die Polizei ermittelt nun gegen den 32-Jährigen wegen versuchten Totschlags.