Rettungshubschrauber im Einsatz Fünf Personen werden bei Frontalcrash teils schwer verletzt

Update | Schwalbach · Zwei Autos kollidieren am Freitagabend auf einer Landstraße bei Schwalbach. Die Insassen werden teils schwer verletzt. Rettungshubschrauber kommen zum Einsatz.

Saarland: Fünf Personen werden bei Frontalcrash teil schwer Verletzt​
Foto: BeckerBredel

Freitagabend kommt es nach einem schweren Verkehrsunfall auf der L 140 bei Schwalbach zu einem Rettungseinsatz. Gegen 20 Uhr kollidieren im Bereich der Autobahn-Anschlussstelle Schwalbach/Schwarzenholz zwei Fahrzeuge frontal miteinander. Der schwarze 1er BMW aus dem Regionalverband Saarbrücken und der graue Cupra Formentor aus dem Landkreis Saarlouis wurden quer über die Fahrbahn geschleudert und landeten beide im Straßengraben.

Fünf Fahrzeuginsassen wurden bei dem Zusammenstoß teils schwer verletzt, wie die Polizei auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung mitteilt. In jedem der Fahrzeuge war jeweils eine Person eingeklemmt. Ein 58-jähriger Mann und ein 18-Jähriger saßen jeweils am Steuer und galten zunächst als lebensgefährlich verletzt. Auch eine 20-jährige Beifahrerin, die im Auto des 18-Jährigen saß, erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Ihr Zustand sei nach Polizeiangaben mittlerweile etwas besser, sie gelten allerdings noch als Schwerverletzt.

Schwerer Unfall bei Schwalbach: Bilder vom Rettungseinsatz
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Schwerer Unfall bei Schwalbach

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Die Freiwilligen Feuerwehren aus Schwalbach und dem Saarwellinger Ortsteil Schwarzenholz rückten mit rund 30 Einsatzkräften zur Unfallstelle aus. Je eine der Feuerwehren kümmerte sich darum, einen der Verletzten aus einem Wrack zu befreien.

Zur medizinischen Versorgung der Unfallopfer war ein Großaufgebot des Rettungsdienstes nach Schwalbach geschickt worden. Fünf Rettungswagen, ein Notarztfahrzeug, ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 16 sowie der Luxemburger Rettungshubschrauber Air Rescue 3 eilten zum Ort des Geschehens. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser, unter anderem nach Saarlouis und Saarbrücken, verbracht. Ein Patient wurde mit dem Luxemburger Rettungshubschrauber ausgeflogen. Eine Augenzeugin aus einem nachfolgenden Fahrzeug kollabierte nach dem Geschehen und wurde ebenfalls vom Rettungsdienst betreut.

Die Feuerwehr baute während der Rettungsaktion den Brandschutz auf und stellte mit Hereinbrechen der Dämmerung das Ausleuchten der Unfallstelle sicher. Zudem unterstützten die Freiwilligen Helfer die Polizei bei den Absperrmaßnahmen. Mehrere Kommandos der Polizeiinspektion Saarlouis kümmerten sich um die Umleitung des Verkehrs, die Sicherung der Unfallspuren und die Befragung von Augenzeugen. Ein Gutachter hat den Unfallort untersucht. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern derzeit noch an.

Die Landstraße war über drei Stunden gesperrt. Auch weil Betriebsstoffe ausgelaufen waren, die abgebunden werden mussten. Zudem mussten die beiden Unfallwagen abgeschleppt werden. Der Verkehr auf der Autobahn war nicht beeinträchtigt.

Mögliche Zeugen werden gebeten, sich unter der 06831/901-0 mit der Polizeiinspektion Saarlouis in Verbindung zu setzen.