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Rollstuhlfahrer in Sulzbach getötet: Verdächtiger in U-Haft, Kripo sucht Waffe

Bluttat in Wohnung : Rollstuhlfahrer (71) in Sulzbach getötet: Kripo sucht die Tatwaffe

Nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes mit körperlicher Behinderung in dessen Wohnung hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Mittlerweile ordnete ein Richter Untersuchungshaft an. Was der 52-Jährige bislang zu den Vorwürfen sagt und wonach das Landeskriminalamt fahndet.

An tiefen Stichen in Oberkörper und Hals ist ein Mann Ende vergangener Woche in Sulzbach gestorben. Kurz nach der Tat nahm die Polizei einen Verdächtigen fest. Mittlerweile verhängte ein Richter am Amtsgericht in Saarbrücken Untersuchungshaft. Der Völklinger sitzt seitdem im Saarbrücker Gefängnis.

Die Ermittler vernahmen den 52-Jährigen bereits. Doch viel bekamen sie nicht aus ihm heraus, wie ein Sprecher des Landespolizeipräsidiums am Dienstag, 17. Mai, berichtet. Demzufolge streitet er ab, etwas mit dem gewaltsamen Tod des Rollstuhlfahrers zu tun zu haben. Dessen Anwältin bestätigt, dass ihr Mandat die Vorwürfe von sich weist.

Zeugen hatten unterdessen berichtet, dass der Verdächtige kurz vor der blutigen Tat zumindest in der Nähe der Wohnung des Opfers gesehen worden sein soll. Ob er auch bei ihm war, dazu äußerten sich die Ermittler bislang nicht.

Unterdessen ging die Spurensuche im betreffenden Miethaus weiter. Auch im Umfeld des Gebäudes waren Beamte des Landeskriminalamtes unterwegs. Dabei suchten sie nach der Waffe, mit dem der 71-Jährige umgebracht worden war. Nach dem Obduktionsergebnis erlag der körperlich behinderte Mann den Stichverletzungen. Die Rechtsmediziner gehen davon aus, dass der Täter dazu ein Messer nutzte. Doch davon fehlt bislang jede Spur.

Das Opfer war am Sonntag in seiner Wohnung entdeckt worden. Zuvor hatte eine Nachbarin, die ebenfalls in dem Mehrparteienhaus lebt, Alarm geschlagen, weil der Mann nicht auf Anklopfen reagierte. Das erschien ihr ungewöhnlich, sie machte sich Sorgen. Als die Polizei mit Feuerwehrleuten in die Wohnung kam, bewahrheitete sich die Befürchtung, dass dem Bewohner etwas zugestoßen ist: Der Sulzbacher war da bereits tot.

Um den Fall zu klären, setzt die Kripo auf Zeugenhinweise.

Hinweise an den Kriminaldauerdienst beim Landespolizeipräsidium in Saarbrücken: Tel. (06 81) 9 62 21 33.