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Polizei Wadern ermittelt: Unbekannter löst Radmuttern an Autofelgen

Polizei ermittelt : Gefährlicher Eingriff: etliche Radmuttern an Autofelgen gelöst – und Weiskircherin fährt damit viele Kilometer

Sie hatte ein eigenartige Klacken vernommen, das so gar nicht zum üblichen Fahrgeräusch passte. Zuhause angekommen erschrak eine Autofahrerin darüber, was ihr Mann da Gefährliches ausmachte.

Das hätte dramatische Folgen haben können: Unbekannte haben sich am Auto einer Weiskircherin zu schaffen gemacht und sie damit in höchste Gefahr gebracht. Das berichtet ein Waderner Polizeisprecher. Demnach waren drei Viertel der Radmuttern an den Reifen ihres schwarzen Audi-A-4 gelockert. Doch das fiel erst nach vielen Kilometern auf.

Demnach startete die 38-Jährige am Mittwoch, 25. Mai, in Nohfelden, um nach Hause zu kommen. Gegen 17.15 Uhr machte sie sich auf den Weg. Ihr Wagen hatte tagsüber ab 7.40 Uhr auf einem Parkplatz gegenüber dem Rathaus gestanden.

Als die Frau losfuhr, will sie bereits ein ungewöhnliches Geräusch vernommen haben. Das legte sich auch nicht während der Fahrt. Auf ihrem Weg über die A 62 legte sie auf dem Rastplatz bei Sötern einen Zwischenstopp ein, um nach dem Rechten zu sehen. Dabei fiel ihr aber nichts auf, was das Klacken verursachte.

Sie setzte ihre Heimfahrt fort. In Weiskirchen angekommen, machte die Fahrerin ihren Mann darauf aufmerksam. Der schaute ebenfalls nach – und entdeckte, was der Auslöser für den unangenehmen Krach war: Nach Polizeiauskunft waren 15 der 20 Radmuttern gelöst. Und mit diesem bis dahin unerkannten Sicherheitsrisiko war die Weiskircherin mehr als 30 Kilometer auch über die Autobahn unterwegs gewesen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass dieser Schaden mutwillig entstanden ist. Jetzt suchen sie Zeugen, um den Fall zu klären. Hinweise auf mögliche Widersacher, die der Betroffenen Leid zufügen wollten, gebe es bislang nicht.

Kontakt zur Polizei in Wadern: Tel. (0 68 71) 9 00 10.