Fleischreste und Rattengift entdeckt Polizei warnt vor möglichen Giftködern im Wald zwischen St. Ingbert und Saarbrücken

St. Ingbert/Saarbrücken · Eine Auto-Kontrolle brachte Verdächtiges zum Vorschein. Und das könnte unter Umständen für Hunde gefährlich werden. Denn der Fund deutet auf mögliche Giftköder im Wald zwischen St. Ingbert und Saarbrücken hin. Was die Polizei bisher weiß.

Die Polizei in St. Ingbert warnt vor möglichen Giftködern im Wald. (Symbolbild)

Die Polizei in St. Ingbert warnt vor möglichen Giftködern im Wald. (Symbolbild)

Foto: dpa/Florian Schuh

Das kam einem Jäger ungewöhnlich vor, was er da gesehen hat: Ein Mann parkte seinen Wagen nahe einem Wald zwischen St. Ingbert und Saarbrücken und blieb darin sitzen. Dieses Verhalten wusste der Beobachter nicht einzuschätzen und alarmierte deshalb die Polizei. Die wiederum kontrollierte am späten Montagabend, 10. Juni, den Fahrer und dessen Auto.

Verdächtiger Autofahrer fällt der Polizei in St. Ingbert auf

Wie ein Sprecher der Ermittler in der saarpfälzischen Stadt berichtet, war der Verdächtige gegen 22.30 Uhr aufgefallen. Bei der anschließenden Kontrolle fanden die Beamten bei dem 53-Jährigen im Fahrzeug Beweise, die so nicht üblich sind: Fleischreste. Beigemengt sei gebratenes Hack gewesen. Und was die ganze Sache so verdächtig erscheinen ließ: Rattengift, wenn auch nicht in großer Menge.

In Kombination könnten damit Giftköder präpariert werden, heißt es in einer Mitteilung der Fahnder. Allerdings soll der Saarbrücker beteuert haben, nichts Böses im Schilde geführt zu haben. Stattdessen sei er privat unterwegs, um Schädlinge zu bekämpfen. Das sei sein Hobby. Einen Nachweis dafür konnte er aber nicht erbringen, dass er aktuell einen entsprechenden Auftrag verfolge.

Suche nach Giftköder im Wald zwischen St. Ingbert und Saarbrücken

Bei der weiteren Suche im Wald seien der Polizei aber keine präparierten Bissen aufgefallen. Dennoch schließen die Ermittler nicht aus, dass noch nachträglich versteckte Köder auftauchen. Deswegen halte die Polizei daran fest, wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu ermitteln.

Gleichzeitig warnt sie Hundebesitzer: Sie sollten in dem betreffenden Gebiet vorsichtig sein, wenn sie ihre Vierbeiner an der Leine ausführen. Konkret handelt es sich um den Bereich um St. Ingberter Stadtteil Rentrisch. Dort tauchte der verdächtige Wagen samt Fahrer in der Straßé Im Kirschgrund auf, Hier führt der Waldweg in Richtung Saarbrücken-Scheid.

Giftköder-Fall in Dudweiler sorgte für Aufregung

Zuletzt war es dazu in Dudweiler gekommen. Wie ein Sprecher der Polizei in Sulzbach berichtete, soll sich der mutmaßliche Anschlag auf Vierbeiner am Mittwochabend, 1. Mai, zugetragen haben. Demzufolge war ein Mann mit seinen zwei Hunden im Wald zwischen Dudweiler und Saarbrücken unterwegs.

Zwischen 19.30 und 20 Uhr führte er seinen Husky-Terrier-Mischling und den Schäferhund-Mix aus. Eines der beiden Tiere habe solch ein gefährliches Leckerli mit dem Maul geschnappt. Das Fleischstück mit blauen Kügelchen griff der 61 Jahre alte Halter in letzter Sekunden, bevor der Hund es schluckte.

Zeugenaufruf in St. Ingbert: Hundehalter gefragt

Sollten Spaziergänger in St. Ingbert beim neuerlichen Vorfall Fleischhappen erspähen, setzen die Fahnder auf entsprechende Hinweise. Noch soll es aber zu keinem Zwischenfall hier gekommen sein, dass ein Hund solch einen gefährlichen Brocken verschlang.

Hinweise an die Polizei in St. Ingbert zum neuerlichen Vorfall: Telefon (0 68 94) 10 90.

(hgn)
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