1. Blaulicht

Polizei in Saarbrücken hält Corona-Maßnahmen-Kritiker und deren Gegner auseinander

Proteste in Saarbrücken : Kritiker der Corona-Maßnahmen und Gegner dieses Aufmarsches: Polizei verhindert Zusammenstoß

Gleich zwei unangemeldete Aufmärsche hatte die Polizei in Saarbrücken am Montagabend zu bewältigen. Dabei ging es in erster Linie darum, beide Lager voneinander getrennt zu halten, um Zusammenstöße zu verhindern. Jetzt sind zahlreiche Anzeigen fällig.

Gegner der Corona-Politik sind am Montagabend, 24. Januar, in Saarbrücken erneut auf die Straße gegangen. Nach Angaben eines Polizeisprechers versammelten sich dazu gegen 18 Uhr an die 40 Teilnehmer vor dem Rathaus. Zur gleichen Zeit kamen Vertreter zusammen, die gegen diesen so genannten Spaziergang protestierten. 25 Beteiligte sollen an gleicher Stelle aufgetreten sein. Die Beamten ordneten sie dem linken Spektrum zu. Entsprechende Transparente sowie Rufe deuteten ihrer Ansicht nach darauf hin.

An die 30 Beamte waren im Einsatz, um einen Zusammenstoß beider Gruppen zu verhindern. Es blieb nicht bei einer Kundgebung am Ausgangsort. Die Impfpolitik-Kritiker zogen zuerst in Richtung St. Johanner Markt weiter. Die Gegendemonstranten zog es Richtung Mainzer Straße. Nach etwa einer Stunde seien beide Demonstrationen beendet worden. Es habe keine Zwischenfälle gegeben. Allerdings kam es zu Verkehrsbehinderungen.

Trotzdem könnten die unangemeldeten Aufzüge beider Gruppen für einige Teilnehmer sowie für die Initiatoren ein juristisches Nachspiel haben, wie ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen auf SZ-Anfrage berichtet. Denn unter anderem müsse die Organisatorin des selbst so genannten Spaziergangs mit eine Anzeige rechnen. Zwar seien Spontandemonstrationen rechtlich durchaus möglich. Allerdings bezweifelten die Ermittler, dass es sich hierbei um eine tatsächlich unverabredete Zusammenkunft gehandelt habe. Sie gehen davon aus, dass zu der Versammlung beispielsweise in Internetforen aufgerufen wurde. Ähnliches gelte für jene, die zur Gegendemonstration gerufen haben.

Unterdessen gebe es die üblichen Verfahren wegen Verstöße gegen die Corona-Auflagen wie Maskenpflicht und Abstandsregeln.