Schüler und Lehrer verbarrikadieren sich Bewaffneter Mann (18) sorgt für Aufregung in Sulzbach

Sulzbach · Am Mittwochmorgen wurde vor der Mellinschule in Sulzbach eine bewaffnete Person gesichtet. Die Polizei ordnete an, dass Lehrer und Schüler sich in der Schule einschließen. Das steckt dahinter.

Vor der Mellinschule in Sulzbach wurde ein junger Mann mit einer Softairwaffe gesichtete.

Vor der Mellinschule in Sulzbach wurde ein junger Mann mit einer Softairwaffe gesichtete.

Foto: Thomas Seeber

Am Mittwochmorgen, 10. Juli, mussten sich Schüler und Lehrer der Mellinschule in Sulzbach im Schulgebäude einschließen. Grund dafür war die Sichtung einer bewaffneten Person in der Nähe der Grundschule.

Laut Polizei wurde die Person gegen 9 Uhr im Bereich des Mellinwegs gesehen. Die Einsatzkräfte informierten neben der Mellinschule auch zwei weitere Schulen in der Umgebung über die Sichtung und leiteten vorsorgliche Sicherheitsmaßnahmen ein. Schüler und Lehrer mussten sich in den jeweiligen Gebäuden einschließen, um einem potenziellen Gefährder den Zugang zu verwehren.

Das steckt hinter der Sichtung

Nach Angaben der Polizei gab es zu keiner Zeit Androhungen für einen Amoklauf. Trotzdem sicherten die Einsatzkräfte das Gebiet und suchten nach der gesichteten Person. Etwa 30 bis 45 Minuten später stellten sie die betreffende Person im Bereich des Quierschieder Wegs.

Es handelte sich um einen 18-jährigen Mann aus Friedrichsthal, der eine Softairwaffe in einer Stofftasche bei sich trug. Die Waffe war ein täuschend echter Nachbau der Bundeswehrwaffe G36 mit einer Geschoss-Energie von unter 0,5 Joule. Das bedeutet, dass die Waffe relativ schwach ist und eine geringere Durchschlagskraft hat, was sie für Personen ab 14 Jahren legal macht. Der junge Mann gab an, im angrenzenden Waldgebiet schießen zu wollen. Er erwartet nun eine Anzeige wegen des Führens einer Anscheinswaffe. Die Polizei betonte, dass zu keiner Zeit Gefahr für die Bevölkerung bestand.