Verdächtiger (23) in U-Haft Nach blutigem Messerangriff im Wildpark Karlsbrunn – Staatsanwaltschaft fordert Psychiatrie

Saarbrücken · Bei einem brutalen Messerangriff im Wildpark Karlsbrunn wurde ein französisches Paar von einem stark alkoholisierten Lkw-Fahrer schwer verletzt. Nun veröffentlicht die Staatsanwaltschaft neue Details zum Täter.

Zwei Menschen bei Messerstecherei am Wildpark in Karlsbrunn schwer verletzt​
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Zwei Menschen bei Messerstecherei am Wildpark in Karlsbrunn schwer verletzt

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Foto: BeckerBredel

Nach dem Messerangriff im Wildpark Karlsbrunn bei dem ein französisches Paar lebensgefährliche Verletzungen erlitten hatte, befindet sich der Beschuldigte derzeit in Untersuchungshaft. Doch nun hat die Staatsanwaltschaft beim Ermittlungsrichter die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt, „da Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Beschuldigte an einer psychischen Störung leidet“. Das gehe aus dem Kurzgutachten eines forensisch-psychiatrischen Sachverständigen hervor. Über den Antrag sei bisher nicht entschieden worden.

Glücklicherweise befinden sich die lebensgefährlich verletzten Opfer auf dem Weg der Besserung. Beide wurden bereits aus dem Krankenhaus entlassen.

Gewalttat im Wildpark bei Saarbrücken: Mann sticht Paar bei Spaziergang nieder

Die Bluttat ereignete sich am 26. August gegen 19.20 Uhr in Großrosseln im Regionalverband Saarbrücken. Der 23-jährige Mann griff seine Opfer mit einem Messer an, während sie mit ihrem großen Hund spazieren gingen. Der Angreifer zog plötzlich ein Messer und stach auf die beiden ein, wodurch der 47-jährige Mann und eine 44-jährige Frau lebensgefährliche Verletzungen erlitten.

Der Mann schleppte sich trotz seiner schweren Verletzungen zu einem nahe gelegenen Vereinsheim, in dem eine Gruppe des Schützenvereins ein Helferfest feierte. Diese alarmierten sofort die Polizei und den Rettungsdienst. Ein großer Einsatz von Rettungskräften und Ermittlern folgte.

Polizei nimmt mutmaßlichen Täter nach Wildpark-Attacke fest – Verwirrung um Identität

Die Polizisten fanden die schwer verletzte Frau und den 23-jährigen mutmaßlichen Täter in der Nähe. Der Mann wurde ohne Widerstand festgenommen. Rettungsteams versorgten die Opfer vor Ort und brachten sie per Rettungshubschrauber in Krankenhäuser.

Später korrigierte die Polizei ihre ursprünglichen Angaben zum mutmaßlichen Täter, wonach dieser vor dem Angriff in einem Wohnmobil im Völklinger Stadtteil Lauterbach (Warndt) gelebt haben soll. Vielmehr handle es sich um einen Lkw-Fahrer, der mit einem Lastwagen unterwegs gewesen sei und in seinem Transporter auch übernachtet habe. Zur Tatzeit sei er „erheblich alkoholisiert“ gewesen. Über den genauen Promillegehalt gab es keine Auskunft.