Umgestürzte Bäume, umgewehte Absperrungen Mehr als 70 Einsätze wegen Unwetter im Saarland

Zu mehr als 70 Einsätzen im ganzen Saarland mussten Feuerwehr und Polizei am Montagabend wegen des Unwetters ausrücken.

Mehr als 70 Einsätze wegen Unwetter über dem Saarland
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Foto: Thorsten Kremers

Die Kaltfront des Sturmtiefs Yupadee über Dänemark hat am Montagabend die Einsatzkräfte im ganzen Saarland schwer beschäftigt. Die Führungs- und Lagezentrale der Polizei in Saarbrücken zählte am Abend saarlandweit insgesamt 75 unwetterbedingte Einsätze (Stand 21 Uhr). Meist handelte es sich um umgestürzte Bäume auf Straßen, umgewehte Baustellenabsperrungen, lose Dachziegel. Im weiteren Verlauf des Abends beruhigte sich die Lage dann, wie die Polizei am Dienstag früh mitteilte – in der Nacht habe man keine weiteren unwetterbedingten Einsätze verzeichnet.

Unwetterbedingte Ausfälle bei der Saarbahn

Ab etwa 17 Uhr drehte der Sturm vor allem im Regionalverband Saarbrücken ordentlich auf. Laut einer Pressemitteilung der Feuerwehr Saarbrücken musste diese bis in den Abend 27 mal wegen des Unwetters ausrücken (Stand 21 Uhr).

Während eines Feuerwehreinsatzes zwischen zwischen Riegelsberg Süd und Riegelsberg Post musste der Strom, der auch die Oberleitung der Saarbahn versorgt, abgeschaltet werden, weshalb die Bahnverbindungen zwischen zwischen Riegelsberg und Lebach am Abend eine knappe Stunde eingestellt wurden. Bis 20.30 Uhr war laut Saarbahn ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Feuerwehren wegen mehrerer umgestürzter Bäume im Einsatz

Gegen 18.30 Uhr wurde die Feuerwehr in St. Ingbert in die Schmelzerstraße gerufen. Hier wurde ein massiver Stamm eines 15 Meter hohen Laubbaumes durch den Sturm geradezu auseinander gebrochen. Die Baumkrone blieb nach dem seitlichen Umkippen am Dach eines Mehrfamilienhauses hängen. Die Feuerwehr rückte mit der Drehleiter und Kettensägen an, um die Gefahr zu beseitigen. Die Dachrinne wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Kurze Zeit später rückte ein anderer Trupp in die Brucknerstraße aus. Hier fegte der Wind durch einen Garten und hob eine Tanne samt Wurzelwerk aus dem Boden. Der Baum kippte auch hier auf das Dach und beschädigte die Dachrinne. Die Feuerwehrleute sägten zunächst per Hand einige Äste ab, um Schlingen um den Baum zu legen. Anschließend wurde er kontrolliert zum Fallen gebracht auf die Freifläche im Rasen.

Auch im Saarbrücker Stadtteil Scheidt lief ein Feuerwehreinsatz. Hier ist laut Angaben der Feuerwehr ein etwa 30 Meter hoher Baum auf das Dach eines Mehrfamilienhauses gestürzt und droht, weiter abzustürzen. Mithilfe von mehreren Greifzügen wird der Baum aktuell gesichert und mit der Motorsäge die Last des Baumes reduziert.

Auch in der Scheidter Straße in Saarbrücken ist am frühen Abend ein Baum auf die Straße gestürzt. Vermutlich wurde er durch eine starke Windböe aus dem Bordstein gerissen, wie ein ein Sprecher der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt vor Ort bestätigt. Die Straße wurde voll gesperrt, die Feuerwehr hatte zum Abtransport Verstärkung angefordert. Die Sperrung dauerte rund eineinhalb Stunden.

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