Stadt Neunkirchen nimmt Stellung zum Vorfall Kind im Freibad Wiebelskirchen reanimiert – Angehörige reagieren aggressiv

Update | Neunkirchen-Wiebelskirchen · Am Samstagnachmittag ist ein Kind im Freibad Wiebelskirchen im Schwimmerbecken untergegangen. Nach der erfolgreichen Reanimation, kam das Kind ins Krankenhaus. Die Familienangehörigen gingen das Bäderpersonal aggressiv an.

Zu einem Badeunfall ist es am Samstag, 9. September, im Freibad in Neunkirchen-Wiebelskirchen gekommen.

Zu einem Badeunfall ist es am Samstag, 9. September, im Freibad in Neunkirchen-Wiebelskirchen gekommen.

Foto: mec/Stadt Neunkirchen/mec

Zu einem Badeunfall ist es am Samstagnachmittag, 9. September, im Freibad in Neunkirchen-Wiebelskirchen gekommen. Ein fünfjähriges Mädchen ist aus bisher ungeklärten Umständen im Schwimmerbecken gewesen. Das Mädchen konnte nicht schwimmen und wurde knapp vor dem Ertrinken gerettet.

Sie war kurzzeitig bewusstlos und wurde circa eine Minute lang von einer Besucherin reanimiert, bis sie wieder zu Bewusstsein kam. Anschließend wurde das Mädchen zur Nachsorge ins Krankenhaus gebracht. Der Vorfall ereignete sich gegen halb drei. Das Schwimmbad wurde etwa eine Stunde danach geschlossen, teilte die Polizei mit.

Stadt Neunkirchen nimmt Stellung zum Vorfall

Bereits kurz nach diesen Ereignissen richtete sich die Aggression der Familie des Kindes gegen das Bäderpersonal. Ein Angehöriger schlug einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes ins Gesicht, teilt die Stadt Neunkirchen mit. Die Polizei verwies die Familie aus dem Bad und die Bäderleitung entschied zusammen mit Bürgermeisterin Lisa Hensler, das Bad für den restlichen Tag zu schließen. Badegäste, die erst kurze Zeit im Freibad waren, haben an der Kasse einen Gutschein als Entschädigung ausgehändigt bekommen. Das Bad hat seit Sonntag, 10. September, wieder regulär geöffnet.

„Ich danke allen Ersthelferinnen und Ersthelfern sowie dem Bäderpersonal und den Rettungskräften. Das Wichtigste ist, dass dem Kind umgehend geholfen werden konnte. Ich wünsche ihm gute Besserung. Mein Dank gilt ebenso der Polizei für ihr Eingreifen. Gewalt gegen unsere Angestellten ist nicht akzeptabel. Besonders ärgerlich war ein regelrechter Shitstorm in den sozialen Medien gegen unseren Bademeister. Das Handeln unseres Personals war völlig korrekt und richtig. Die Aufsichtspflicht der Eltern in Bädern endet nicht am Beckenrand. Dieser Vorfall verdeutlicht einmal mehr die Bedeutung von Schwimmkursen“, sagte Bürgermeisterin Hensler.