Festnahme nach Tobsuchtsanfall Von der Klinik in die Zelle: Wie ein Mann aus Ottweiler die Polizei an der Nase herumführt

Ottweiler · Erst meldete sich ein 25-Jähriger bei der Polizei und drohte damit, sich das Leben zu nehmen. Später stellte sich jedoch heraus, dass nichts an der Sache dran ist. Das brachte ihm nach einer Attacke auf die Beamten in der Psychiatrie eine Festnahme ein.

 Festnahme nach Ausraster in Klinik. (Symbolbild)

Festnahme nach Ausraster in Klinik. (Symbolbild)

Es war nicht das erste Mal, dass ein junger Mann aus Ottweiler der Polizei unangenehm aufgefallen war. Nun aber überspannte er den Bogen und landete kurzerhand in der Arrestzelle der Neunkircher Wache. Was der 25-Jährige zuvor anderen antat, schildert ein Polizeisprecher.

Es war gegen 5.30 Uhr am Sonntag, 2. Januar, als er den Notruf wählte. Er gab an, sich umbringen zu wollen. Sofort machten sich Polizisten auf den Weg zu ihm, um Schlimmes zu verhindern.

Als sie aber bei ihm in die Wohnung kamen, stellten sie fest: Dem Anrufer ging es soweit ganz gut. Allerdings hatte er einiges intus, war ziemlich betrunken. Die Beamten brachten ihn nach Neunkirchen in die Psychiatrie.

Damit war die ganze Sache aber noch nicht abgehakt. Der Patient ging die Pfleger an, war ziemlich aggressiv. Darum rief das Personal nun die Polizei um Hilfe. Die selben Ermittler wie zuvor tauchten abermals auf. Das löste bei dem Ottweiler einen Tobsuchtsanfall aus. Er beschimpfte die Polizisten, holte aus und schlug einen von ihnen.

Jetzt reichte: Sie nahmen den Angreifer fest und brachten ihn vorrübergend hinter Gitter, bis er wieder einigermaßen klar war. Von psychischen Problemen, die eine Einweisung in die Klinik begründeten, konnte demnach keine Rede sein. Von Suizidgefahr ebenso wenig.