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Falschfahrer (85) auf A1 bei Riegelsberg: Polizei ermittelt, Führerschein entzogen

Gefährliche Situation : Geisterfahrer (85) auf der A 1 bei Riegelsberg – Polizei: Darum fuhr Mann 14 Kilometer in falsche Richtung

Zahlreiche Autofahrer mussten einem Riegelsberger ausweichen, der ihnen auf der ihrer Spur der Autobahn entgegenkam. Die Ermittler trafen den Mann wenig später zuhause an. Da erklärte er den Beamten, wieso er so lange in der entgegengesetzten Richtung unterwegs war.

Die Horrorvorstellung für jeden Verkehrsteilnehmer: auf der Autobahn unterwegs und dann kommt einem plötzlich auf der eigenen Spur ein Fahrzeug entgegen. Genau das ist auf der A 1 zwischen Heuweiler-Holz und Illingen passiert. Etliche Kilometer war ein Falschfahrer so unterwegs, bis er selbst die Lage wieder in den Griff bekam. Doch da war es für seinen Führerschein schon zu spät.

Nach Auskunft eines Völklinger Polizeisprechers vom Sonntag ereignete sich der gefährliche Zwischenfall bereits Freitagnachmittag, 20. Mai. Demnach war ein 85-Jähriger mit seinem Auto gegen 14.45 Uhr bei Heusweiler-Holz auf die Autobahn gefahren – allerdings als Geisterfahrer Richtung Trier. Er hielt sich bei seiner Irrfahrt auf der äußersten Spur. Die Tour des älteren Riegelsbergers dauerte 14 Kilometer.

Erst an der Anschlussstelle bei Illingen fasste er sich ein Herz und wendete seinen grauen Ford. Jetzt war er zum einen richtig unterwegs und zum anderen in der Richtung, wo er ursprünglich auch hin wollte.

Mehrere Fahrer alarmierten die Polizei, die dem betagten Mann am Ford-Steuer ausgewichen waren. Es kam nach Ermittlerangaben zu keinem Unfall, niemand wurde verletzt.

Wenig später trafen die Fahnder den Falschfahrer zuhause an. Hier soll er ihnen erklärt haben, dass er bereits sehr früh seinen fatalen Fehler bemerkt habe, wie ein Sprecher auf SZ-Nachfrage informiert. Der Senior habe sich einfach vertan, die falsche Passage zur Auffahrt genutzt. Allerdings soll er sich nicht getraut haben, auf offener Strecke zu wenden. Erst nahe Illingen drehte der Riegelsberger dann schließlich um.

Erste Kontrollen der Polizei ergaben, dass der 85-Jährige weder Medikamente genommen noch getrunken hatte, die dazu beigetragen haben könnten. Dennoch musste er seinen Führerschein abgeben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun.

Zudem rufen die Ermittler dazu auf, dass sich weitere Zeugen melden, die durch die Aktion gefährdet worden sind.

Kontakt zur Völklinger Polizei: Tel. (0 68 98) 20 20.