Er soll einen Sprengsatz gebastelt haben Explosion in Marpingen – Polizei stellt Verdächtigen (47)

Update | Marpingen · Nach einer Explosion in einem Wohnhaus in Marpingen-Urexweiler rückten am Montagabend Polizei, Feuerwehr und Spezialkräfte aus. Eine Frau hatte nach einem lauten Knall den Notruf gewählt. Die Ermittler konnten einen Verdächtigen ausfindig machen.

Fotos vom Tatort der Explosion in Marpingen-Urexweiler​
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Polizei rückt nach Explosion in Marpingen an

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Foto: Thorsten Kremers

Update von Dienstag, 9. Juli, 12.30 Uhr: Mittlerweile scheint es konkrete Hinweise auf den Tathergang zu geben, der zu einer Explosion in einem Wohnhaus in Marpingen-Urexweiler geführt haben soll. Demnach steht ein Mann im dringenden Tatverdacht, dafür verantwortlich zu sein. Wie Stephan Laßotta von der Landespolizeiinspektion in Saarbrücken der SZ berichtet, soll es sich dabei um den einstigen Ehemann der dort lebenden Frau handeln.

Polizei verhört ehemaligen Lebensgefährten

So hätten ihn Fahnder aufgespürt: Der 47-Jährige sei nach dem Vorfall zunächst flüchtig gewesen, nachdem es im Keller des Gebäudes am Montag, 8. Juli, gegen 17 Uhr eine Detonation gegeben hatte. Die Frau alarmierte daraufhin die Ermittler. Sie und ihre drei Kinder kamen daraufhin anderswo unter. Verletzt wurde niemand, heißt es von der Polizei.

Nun werde der ehemalige Lebensgefährte verhört. Er sei nicht festgenommen. Der Vorwurf: Er soll den Sprengsatz gebastelt und im Haus deponiert haben. Bei der Explosion sei nur geringer Schaden entstanden. Zu den Hintergründen der Tat gibt es noch keine Angaben. Ebenso wenig dazu, wobei es sich bei dem Sprengstoff handelte. Brandermittler-Spezialisten waren Dienstagvormittag zur Spurensuche im Haus, nachdem der erste Einsatz nach dem Knall bis in die Nacht gedauert hatte. Daran war auch die Feuerwehr beteiligt gewesen.

Update von Dienstag, 9. Juli, 11.38 Uhr: Nach der Explosion und anschließender Suche nach Sprengstoffresten durch Spezialisten der Polizei aus Saarbrücken in einem Haus in Marpingen-Urexweiler konzentriert sich nun nach SZ-Informationen die Suche nach dem Lebensgefährten der Bewohnerin. Demnach sei der Mann flüchtig. Die Frau hatte am frühen Montagabend, 8. Juli, die Polizei nach einem Knall im Keller ihres Wohnhauses alarmiert. Danach dauerte der Einsatz bis in die Nacht, an der auch die Feuerwehr beteiligt war.

Weitere Untersuchungen rund um den Tatort in Marpingen

Die Mutter und ihre drei Kinder kamen unterdessen anderweitig unter. Das Gebäude wurde für die Untersuchungen abgeriegelt. Eine Gefahr für die Nachbarschaft soll nicht bestehen. Verletzt wurde niemand. Um welchen Stoff es sich handelt, der in die Luft gegangen war, dazu machte Stephan Laßotta vom Landespolizeipräsidium in Saarbrücken bislang keine Angaben und verwies dabei auf die laufenden Ermittlungen. Zu der Fahndung nach dem flüchtigen Mann machte er ebenso wenig Angaben.

Update von Dienstag, 9. Juli, 10.13 Uhr: Spezialisten der Brandermittler vom Landespolizeipräsidium aus Saarbrücken sind Dienstagvormittag, 9. Juli, am Tatort in Marpingen-Urexweiler eingetroffen. Dort gehen sie den Spuren nach, um herauszufinden, wie es am Vortag zu der Detonation in einem Wohnhaus gekommen war. Wie Pressesprecher Stephan Laßotta auf SZ-Nachfrage berichtet, werde zurzeit wegen des Verdachts des „Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion“ ermittelt, wie es im entsprechenden Paragrafen des Strafgesetzbuches im Juristendeutsch heißt.

Die Ermittlungen in Marpingen-Urexweiler an der Unglücksstelle

Weiterhin unklar sei, um welchen Stoff es sich handelt, der im Keller kurz vor 17 Uhr am Montag die Explosion verursachte. Mittlerweile ist auch von einer Verpuffung die Rede. Sprengstoffexperten seien dazu an Ort und Stelle. Bei ihnen handelt es sich jedoch nicht um Vertreter des Kampfmittelräumdienstes. Dieser werde dann aktiviert, wenn beispielsweise Weltkriegsmunition entdeckt wurde. Dies sei in diesem Fall aber nicht so gewesen.

Eine Mutter, die mit ihren drei Kindern in dem betreffenden Haus lebt, hatte die Ermittler alarmiert, nachdem sie einen Knall gehört hatte. Sie alle wurden anderweitig untergebracht. Verletzt wurde niemand.

Update von Dienstag, 9. Juli, 8.38 Uhr: Nach der Explosion in Marpingen-Urexweiler am Montagabend, 8. Juli, sollen Spezialisten am Dienstagvormittag den Unglücksort untersuchen. Wie Stephan Laßotta vom Polizeipräsidium in Saarbrücken meldet, sei das Gebäude abgeriegelt, wo sich die Detonation ereignet hatte.

Betroffene Mutter und ihre drei Kinder sind evakuiert

Unterdessen soll die Bewohnerin des betroffenen Wohnhauses anderweitig untergekommen sein. Bei ihr soll es sich um eine Mutter handeln. Ihr drei Kinder leben auch dort. Sie und ihr Nachwuchs seien in Sicherheit. Bei dem Unglück sei niemand verletzt worden.

Die Frau schlug kurz nach der Explosion Alarm. Sie wohnt in dem Haus. Im Keller soll es zu dem Knall gekommen sein. Bislang gibt es offiziell keine Informationen, um welchen Stoff es sich handelte, der für den Zwischenfall sorgte. Experten des Kampfmittelräumdienstes waren vor Ort. Der Einsatz zog sich bis in die Nacht hin.

Ursprungsmeldung von Dienstag, 9. Juli, 4.52 Uhr: Für Angst und Schrecken hat in Marpingen eine Explosion in einem Wohnhaus gesorgt. Nach einem lauten Knall alarmierte die Bewohnerin die Polizei in St. Wendel. Das bestätigt am frühen Dienstagmorgen, 9. Juli, eine Sprecherin der polizeilichen Führungs- und Lagezentrale in Saarbrücken auf SZ-Anfrage.

Frau in Marpingen-Urexweiler meldet Explosion in ihrem Haus

Kurz nach dem Notruf am frühen Montagabend rückten zahlreiche Helfer zur Unglücksstelle aus. Vor Ort bestätigte sich, dass es zu einer Detonation gekommen war. Die Nachricht darüber erreichte die Ermittler kurz vor 17 Uhr.

Es stellte sich schnell heraus, dass die Explosion im Keller des Gebäudes stattgefunden hatte. Daraufhin machte sich der Kampfmittelräumdienst auf den Weg, wie es bei solchen Vorfällen üblich ist.

Sprengmittelräumdienst untersucht Tatort

Letztlich wurden die Spezialkräfte fündig und entdeckten entsprechenden Stoff im Haus. Bislang machten die Fahnder jedoch keine Angaben darüber, um welchen Stoff es sich handelt.

Sie gaben lediglich bekannt, dass bei der Explosion niemand verletzt wurde und keine Gefahr für die Anwohner bestand. Wer dafür verantwortlich ist, bleibt allerdings unklar, da die Polizei-Sprecherin keine weiteren Angaben machte. Die Ermittlungen sind noch in vollem Gange, einschließlich der weiteren Spurensuche.

Zahlreiche Feuerwehr-Löschbezirke sichern Unglücksstelle ab

Um den Ortsteil Urexweiler in Marpingen abzusichern, musste auch die Feuerwehr ausrücken. Einsatzkräfte aus mehreren Löschbezirken – Marpingen, Berschweiler und Urexweiler – waren gefordert. Der Einsatz zog sich nach Polizeiangaben bis in die Nacht hinein. Erst gegen 1 Uhr konnten die Beamten wieder abrücken.

Zuletzt hatte es auch in Großrosseln nach einer Explosion gebrannt. Dort war am Samstag, dem 6. Juli, eine Gasflasche explodiert und hatte ein Feuer ausgelöst. Am selben Tag wurde bekannt, dass bereits Mitte Juni ein Mann in Saarbrücken versucht haben soll, mit Gas eine Wohnung im Nauwieser Viertel in die Luft zu jagen. Gegen den 32-Jährigen wird wegen des Verdachts des versuchten Mordes ermittelt. Die Tat soll sich am 19. Juni ereignet haben, doch zu einer Explosion kam es nicht. Die Staatsanwaltschaft führt die Ermittlungen.