Gefährliche Aktion Jugendliche leisten sich Verfolgungsfahrt mit Polizei durch Saarbrücker City

Update | Saarbrücken · Die Polizei verfolgte in der Nacht auf Mittwoch ein Auto durch Saarbrücken. Der Wagen raste durch die Innenstadt. Der Fahrer hätte aus mehreren Gründen nicht am Steuer sitzen dürfen, meldet die Polizei.

Verfolgungsfahrt in Saarbrücken am frühen Mittwochmorgen. (Symbolbild)

Verfolgungsfahrt in Saarbrücken am frühen Mittwochmorgen. (Symbolbild)

Foto: dpa/Frank Rumpenhorst

Bei einer Verfolgungsfahrt durch Saarbrücken ist es in der Nacht auf Mittwoch, 1. März, zu erheblichen Gefahren gekommen. Wie ein Sprecher der Polizei am frühen Morgen berichtet, raste der flüchtende Fahrer vor seinen Kollegen quer durch die City.

Vor der illegalen Tour durch die Innenstadt hatten Ermittler geplant, den Wagen zu kontrollieren. Wie es auf SZ-Anfrage heißt, sei die Karosse durch seine Fahrweise aufgefallen. Dem wollten die Beamten gegen 4.20 Uhr nachgehen.

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So bahnte sich die Verfolgungsfahrt durch Saarbrücken an

So habe der Citroën-Fahrer den Wagen an einer Ampel falsch eingeordnet und sei wohl versehentlich bei Rot weitergefahren, heißt es dazu. In der Richard-Wagner-Straße sollten die Insassen inspiziert werden. Die Streifenbesatzung gab entsprechende Lichthinweise. Damit begann die rasante Tour durch die Innenstadt.

Der Fahrer drückte aufs Gas und soll mit hoher Geschwindigkeit durch Saarbrücken geheizt sein. Doch die Polizei blieb ihm auf den Fersen. Die Verfolgung setzte sich bis nach Alt-Saarbrücken fort.

Dort endete die Raserei in einer Sackgasse, die Fahnder stoppten das Auto und nahmen drei Menschen fest. Zur Überraschung hätte auch unter üblichen Bedingungen niemand von ihnen am Lenkrad sitzen dürfen: Es handelte sich um drei Jugendliche zwischen 15 und 16 Jahren, zwei Jungen und ein Mädchen.

Festnahme und Ermittlungen zu den Hintergründen der Flucht

Damit ist auch klar, warum sie es so eilig hatten und die Haltesignale der Polizei ignorierten. Die jungen Leute waren auch noch am Vormittag bei der Polizei in Gewahrsam. Ihre Eltern im benachbarten Frankreich seien informiert worden und sollten ihre Kinder abholen.

In die Ermittlungen spannte die Polizei im Saarland auch ihre Kollegen in Lothringen ein. Möglicherweise handle es sich um ein geklautes Auto, mit denen die Jugendlichen aus St. Avold durch die Landeshauptstadt fegten.

Das war aber noch nicht alles. Denn bei der Kontrolle stellten sie fest, dass der Fahrer Drogen genommen hatte. Darum sollte sein Blut untersucht werden.

Während der Verfolgungsfahrt soll es weder Unfall noch Verletzte gegeben haben, berichtet der Sprecher. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Flucht laufen unterdessen weiter.

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