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Wenig Schlaf für Neunkircher Feuerwehr
Drei Brände in einer Nacht

FOTO: Kai Hegi/Feuerwehr Neunkirchen
Neunkirchen. Nicht zur Ruhe kamen die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen am Dienstagabend und in der Nacht zu Mittwoch. Denn sie mussten zu gleich drei Bränden in der Innenstadt ausrücken. Von red

Zum ersten Mal zum Einsatz gerufen wurden die ehrenamtlichen Brandschützer des Löschbezirks Neunkirchen-Innenstadt am Dienstagabend um 21 Uhr. Unbekannte Täter hatten unweit des Hauptbahnhofs ein Werbeplakat für einen in der Stadt gastierenden Zirkus angezündet. Als die Feuerwehr mit einem Löschfahrzeug eintraf war das kleine Plakat schon fast komplett verbrannt und die Flammen weitgehend von alleine erloschen.


Nur wenige Stunden später, um ezwa 00:20 Uhr, musste die Leitstelle erneut Alarm für den Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt sowie auch für den Löschbezirk Wiebelskirchen auslösen. Ein zunächst unklarer Feuerschein war am ehemaligen Neunkircher Güterbahnhof zu sehen. Dieser stammte von einem lichterloh brennenden Fiat Ducato in der Herderstraße, wie der zuerst vor Ort eingetroffene Neunkircher Wehrführer Stefan Enderlein feststellte. Gemeinsam konnten Feuerwehrleute der beiden Löschbezirke den Brand löschen. Während der Löscharbeiten entdeckten sie eine Gasflasche im Laderaum des Kleintransporters. Nach der Bergung der Flasche aus dem brennenden Fiat stellten die Brandschützer fest, dass das Sicherheitsventil der verkohlten Gasflasche bereits abgeblasen hatte und das Gas restlos verbrannt war. Nachdem mit einer Wärmebildkamera letzte Glutnester in dem ausgebrannten Wrack lokalisiert und abgelöscht werden konnten, wurde die Einsatzstelle der Polizei für die Brandursachenermittlung übergeben. Nach rund einer Stunde konnten die 26 Einsatzkräfte mit ihren fünf Einsatzfahrzeugen wieder abrücken. Im Einsatz befanden sich auch der ASB mit einem Rettungswagen sowie Kräfte von Bundes- und Landespolizei.

Am frühen Mittwochmorgen wurden die Neunkircher Feuerwehrleute gegen 4:50 Uhr ein drittes und letztes Mal in den Einsatz gerufen. Mitarbeiter eines Neunkircher Krankenhauses in der Theodor-Fliedner-Straße hatten über den Notruf Brandgeruch und eine leichte Rauchentwicklung auf einer der Stationen gemeldet. Aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt und Wellesweiler rückten 30 Feuerwehrleute zum Krankenhaus aus. Auf der betroffenen Station haben die Feuerwehrleute in der Tat einen schmorigen Brandgeruch festgestellt, aber zunächst keine Quelle dafür gefunden. Geführt durch ihre Nasen konnten sie schließlich ein elektrisches Bauteil am Schließmechanismus einer Brandschutztür als Quelle für den Brandgeruch und den leichten Rauch auf der Station ausmachen. Vermutlich durch einen Defekt war es zu einem Kurzschluss in dem Bauteil gekommen, wodurch sich der verschmorte Geruch und die leichte Rauchentwicklung erklären lassen. Nachdem ein Haustechniker das defekte Bauteil vom Stromnetz getrennt hatte, konnte auch der dritte und letzte Einsatz in dieser für die Neunkircher Feuerwehrleute langen Nacht beendet werden.

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