Öffentlichkeitsfahndung Anschläge auf Lebensmittelläden in Saarbrücken – Polizei fahndet mit Fotos nach Tätern

Saarbrücken · Auch Monate nach Attacken mit übel riechenden Substanzen in mehreren Geschäften in Saarbrücken sind die Täter auf der Flucht. Nun hofft die Polizei auf Hinweise von Zeugen. Dazu veröffentlicht sie Fotos.

Polizei-Öffentlichkeitsfahndung nach Anschlag mit Flüssigkeit in Saarbrücken
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Nach Anschlag mit Flüssigkeit in Saarbrücken – Polizei sucht nach diesen Männern

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Foto: Polizei Saarland

Mehrere Menschen haben über Übelkeit geklagt, nachdem Unbekannte eine Flüssigkeit in gleich mehreren Geschäften in Saarbrücken ausgekippt hatten. Diese sorgte wahrscheinlich dafür, dass mehrere Kunden ärztlich behandelt werden mussten.

Die Polizei zu Details der Anschläge in Saarbrücken

Seit dieser Tat fehlt von den Tätern jede Spur. Darum veröffentlichen die Fahnder jetzt Fotos einer Überwachungskamera, um ihnen auf die Schliche zu kommen.

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Foto: dpa/Philipp Schulze

Den zwei Männern wird vorgeworfen, vor bereits einigen Monaten den Anschlag verübt zu haben. Am späten Samstagnachmittag, 22. April, waren sie demzufolge unterwegs. Ihr Ziel: drei arabische Lebensmittelläden in der der Breite Straße im Stadtteil Malstatt.

Staatsschutz ermittelt gegen die Täter

Nach bisherigen Erkenntnissen schütteten sie gegen 17 Uhr in den Geschäften eine Substanz aus. Dieser übel riechende Stoff sorgte bei Einkäufern im Nachhinein unter anderem für Kopfschmerzen. Wie Melanie Mohrbach vom Landespolizeipräsidium berichtet, sollen unter den Opfern Kinder gewesen sein.

Da ein fremdenfeindlicher Hintergrund der Attacke möglich erscheint, übernahm der Staatsschutz die Ermittlungen. Dieser wendet sich jetzt bei seiner Fahndung an die Öffentlichkeit. Drei Videomitschnitte sollen die Verdächtigen zeigen, nach denen die Polizei sucht.

Hinweise zu den gesuchten Männern

Außerdem gibt es einige zusätzliche Hinweise auf die Männer:

  • Ein Täter soll zwischen 30 und 40 Jahre sein. Er habe mitteleuropäisches Aussehen und sprach Deutsch. Er habe einen Bart mit Koteletten getragen.
  • Seinen Komplizen schätzen Beobachter auf 40 bis 55 Jahre. Auch er sei mitteleuropäischer Phänotyp mit deutscher Sprache.

Unterdessen sei nach wie vor unklar, welche Flüssigkeit in den Läden verschüttet wurde, berichtet Mohrbach.

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei entgegen: Telefon (06 81) 9 62 21 33.