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Anschläge auf kritische Infrastruktur in Saarlouis – Polizei nimmt Mann fest

Mehrere Brandstiftungen im Sommer : Anschlagsserie im Kreis Saarlouis: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Erfolg für die saarländische Polizei: Nach einer Anschlagsserie auf Funkmasten, Umspannwerke und Transformatorengebäude im Kreis Saarlouis von Mai bis Juni diesen Jahres konnte jetzt ein Verdächtiger festgenommen werden. Heute hat die Polizei mitgeteilt, wie sie dem Mann auf die Spur kam.

Am 2. Juli hatte das Landespolizeipräsidium die Öffentlichkeitsfahndung nach dem Täter veröffentlicht, etwas mehr als drei Monate später kommt jetzt die Erfolgsmeldung. Vom 29. Mai bis zum 11. Juni waren im Kreis Saarlouis Brandanschläge auf diverse Anlagen verübt worden, die die Polizei als „kritische Infrastruktur“ kategorisiert. Darunter Funkmasten, Umspannwerke und ein Transformatorgebäude. Jetzt konnte ein Mann aus Saarlouis festgenommen werden, der die Taten verübt haben soll.

Ermittler der Abteilung Staatsschutz des Landespolizeipräsidiums kamen dem Mann über Hinweise aus der Bevölkerung auf die Spur. Nachdem das Amtsgericht Saarbrücken einen Haftbefehl gegen den Mann erlassen hatte, wurde er am Montag, 11. Oktober, in seiner Wohnung festgenommen. Nach der Vorführung beim Haftrichter wurde der Beschuldigte in die JVA nach Saarbrücken gebracht. Sein Motiv sei aktuell noch unklar, teilt das Landespolizeipräsidium mit.

Bei der im Juli initiierten Öffentlichkeitsfahndung hatte die Polizei unter anderem Bilder von Überwachungskameras veröffentlicht. Diese trugen dazu bei, den Täter zu identifizieren und seine Festnahme zu ermöglichen. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hatte im Juli für Hinweise, die zur Identifikation des Gesuchten führen, eine Belohnung in Höhe von 2000 Euro ausgesetzt.