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A8: Mann fährt mit Kind im Auto unter Drogeneinfluss durch Rettungsgasse​

Großkontrolle auf der Autoban : Mann fährt mit Kind im Auto unter Drogeneinfluss durch Rettungsgasse

Bei einer Autobahn-Großkontrolle hat die Saar-Polizei auf der A 8 zahlreiche Verstöße festgestellt. Mehrere Personen fielen durch Alkohol- und Drogenkonsum auf.

Die saarländische Polizei hat am vergangenen Samstag, 2. Juli, an der Autobahn A 8 auf dem Rastplatz Kutzhof in Fahrtrichtung Saarlouis eine Kontrollstelle eingerichtet. Nach Angaben einer Polizeisprecherin war das Ziel sowohl die Verkehrssicherheit auf Autobahnen in den Blick zu nehmen als auch mögliche Straftaten zu erkennen, bei denen die Täter die Autobahn als Reiseroute nutzen.

Bei einem Fahrer, der mit seinem minderjährigen Kind unterwegs war und den Einsatzkräften durch sein „rabiates Fahrverhalten“ auffiel – unter anderem nutze er die Rettungsgasse für ein schnelleres Vorankommen auf der Autobahn – zeigte der Drogenvortest positiv auf Amphetamin an. Die Beamten ordneten eine Blutprobe an und er musste sein Fahrzeug stehen lassen. Das Kind wurde in die Obhut der Mutter übergeben.

„Insgesamt überprüften rund 170 eingesetzte Kräften mehr als 1200 Fahrzeuge. Hierbei stellten sie 25 Straftaten und 22 Ordnungswidrigkeiten fest. Sechs Fahrzeugführer mussten einen Drogenvortest durchführen. Fünf der Tests waren positiv, sodass ihnen im Anschluss eine Blutprobe entnommen wurde. Insgesamt ordneten die Beamtinnen und Beamte sieben Blutproben an“, berichtete die Sprecherin.

16 Mal untersagte die Polizei Fahrzeugführern die Weiterfahrt. Die Gründe reichten von Fahruntüchtigkeit aufgrund alkoholischer beziehungsweise drogenbedingter Beeinflussung über festgestellte technische Mängel an den Fahrzeugen. „Ein Pkw war derart tiefergelegt, dass dieser nicht mehr richtig gelenkt werden konnten“, erklärte die Sprecherin.

A8: Mann fährt mit Kind im Auto unter Drogeneinfluss durch Rettungsgasse​
Foto: Polizei Saarland

Besonders kurios war ein Pärchen, das während es seinem Kleintransporter in die Kontrollstelle einfuhr und einen Fahrerwechsel vollzog, da der ursprüngliche Fahrer berauscht war. Eine Kontrolle der vorherigen Beifahrerin ergab dann, dass diese ebenfalls unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Beiden wurde eine Blutprobe entnommen.

Außerdem stoppten die Beamten einen montenegrinischen Reisebus mit Anhänger, der auf dem Weg nach Luxemburg war. Dieser wies erhebliche Sicherheitsmängel auf. Dem doppelachsigen Anhänger fehlte ein Rad, zudem war die Bremsanlage defekt und er hatte keine Beleuchtung. Die Einsatzkräfte legten den Bus still.

Bei einem von der Bundespolizei kontrollierten Kleintransporter mit Anhänger war der Fahrzeugführer nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis. Zudem befanden sich in dem Fahrzeug noch sechs weitere Personen. Einsatzkräfte des Hauptzollamtes überprüften die Fahrzeuginsassen. Dabei ergab sich der Verdacht der illegalen Arbeitsaufnahme.

Neben den festgestellten strafrechtlichen und ordnungswidrigen Verstößen fuhr ein per Haftbefehl gesuchter Mann in die Kontrollstelle.

Im Verlauf der Kontrollmaßnahme kam es je nach Verkehrsaufkommen temporär zu Rückstau bis zum Autobahnkreuz Saarbrücken. Um das Verkehrsaufkommen auf der A 8 im Auge zu behalten, setzte die Polizei eine Drohne ein.

Neben Kräften des Landespolizeipräsidiums (LPP) waren auch das Hauptzollamt Saarbrücken sowie die Bundepolizei im Einsatz, die in ihrem Zuständigkeitsbereich eigene Kontrollmaßnahmen durchführten. Außerdem waren auch Beamte aus Rheinland-Pfalz, Hessen und von der Gendarmerie nationale in den Einsatz eingebunden. Das Technische Hilfswerk (THW), Ortsverband Heusweiler, unterstützte die Polizei bei der Umsetzung der Kontrollaktion mit seinem technischen Wissen.