Berliner Senat will Museum der Charité in jedem Fall erhalten

Berliner Senat will Museum der Charité in jedem Fall erhalten

Berlin. Das Medizinhistorische Museum der Charité steht nach Worten von Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz (SPD) nicht vor dem Aus. "Wir sind uns einig, dass eine Schließung dieses traditionsreichen Museums nicht in Frage kommen kann", versicherte er gestern im Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses

Berlin. Das Medizinhistorische Museum der Charité steht nach Worten von Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz (SPD) nicht vor dem Aus. "Wir sind uns einig, dass eine Schließung dieses traditionsreichen Museums nicht in Frage kommen kann", versicherte er gestern im Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses. Auch die Charité habe deutlich gemacht, dass es ihr nicht um eine Schließung gehe, so Schmitz. Der Vorstand denke allerdings über eine Senkung der Kosten nach. Auch die in erster Linie zuständige Bildungs- und Wissenschaftsverwaltung vertrete diese Linie. Eine Charité-Sprecherin hatte vergangene Woche bestätigt, eine Schließung sei eine von mehreren Optionen im Vorstand gewesen. Ziel sei jedoch nicht das Aus, sondern der Abbau des Defizits von rund 700 000 Euro. Unter anderem werde geprüft, ob sich ein neuer Träger, eine Fusion mit einem anderen Museum oder eine Unterstützung durch Sponsoren als mögliche Lösung anbiete. Spätestens im Oktober soll eine Entscheidung fallen. Das Museum der Charité geht auf die historische Sammlung des berühmten Pathologen Rudolf Virchow (1821-1902) zurück und umfasst rund 14 000 Objekte. dpa