Berliner Gemäldegalerie: Streit um Für und Wider eines Umzuges

Berliner Gemäldegalerie: Streit um Für und Wider eines Umzuges

Berlin. Im Streit um den langfristig geplanten Umzug der Berliner Gemäldegalerie Alter Meister vom Kulturforum am Potsdamer Platz zur Museumsinsel sind Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) und der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz "verwundert" über jüngste Äußerungen des Generaldirektors der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz, Michael Eissenhauer

Berlin. Im Streit um den langfristig geplanten Umzug der Berliner Gemäldegalerie Alter Meister vom Kulturforum am Potsdamer Platz zur Museumsinsel sind Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) und der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz "verwundert" über jüngste Äußerungen des Generaldirektors der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz, Michael Eissenhauer. Dieser hatte gesagt, dass die Gemäldegalerie "auf absehbare Zeit" umziehe, da es " Niemandem verständlich zu machen" sei, für 50 Millionen Euro eine neue Gemäldegalerie zu bauen und 20 Millionen in den Umbau der alten zu stecken. Bisher habe Neumann den Eindruck gehabt, so sein Sprecher, dass die Verlagerung ein dringlicher Wunsch der Stiftung war, für die er öffentlich seine Sympathie bekundet habe. Ähnlich kritisch äußerte sich Berlins Kulturstaatssekretär Schmitz. An den Plänen für einen Umzug sei festzuhalten. Die Sammlungen der Gemäldegalerie Alter Meister kämen historisch aus dem Bode-Museum, dem früheren Kaiser-Friedrich-Museum auf der Museumsinsel. Es sei daher ein sinnvoller Plan des früheren Generaldirektors Peter-Klaus Schuster gewesen, die Kunst des 19. Jahrhunderts und davor auf der Museumsinsel zu vereinen und am Potsdamer Platz die Moderne zu präsentieren. Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, wiederum gab Eissenhauer Rückendeckung: Es sei gegenwärtig "vordringlich, die Gemäldegalerie an ihrem derzeitigen Standort zu stärken". dpa/ddp

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