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Bei Amokläufen ist Zurückhaltung geboten

KriminalitätBei Amokläufen ist Zurückhaltung gebotenZum Artikel "Holland trägt Schwarz statt Orange" (SZ vom 2./3

KriminalitätBei Amokläufen ist Zurückhaltung gebotenZum Artikel "Holland trägt Schwarz statt Orange" (SZ vom 2./3. Mai) und zu anderen Texten Als ich den reißerisch aufgemachten Bericht über den Amokfahrer in Holland las und unglaublicherweise auch noch ein Foto sah, das das Auto des Täters in dem Moment abbildet, als es drei Passanten überfährt, verschlug es mir die Sprache. Auch die SZ müsste wissen, dass Gewalt-Experten den Medien raten, keine detaillierten Informationen und Bilder über Amokläufe oder Attentate zu veröffentlichen, um Nachahmungstäter nicht zu animieren. Ganz zu schweigen davon, was man den Lesern zumuten kann. Das hat nichts mehr mit seriöser Berichterstattung zu tun, sondern dient allein dem Zweck, voyeuristische Neigungen so wie Boulevardblätter zu befriedigen. Erik Leiner, Wadgassen SchweinegrippePanikmache wie einst bei der VogelpestZum Artikel "Schweinegrippe ist weiter verbreitet als gedacht" (6. Mai) und zu anderen SZ-Texten Manchmal kann ich nur den Kopf schütteln, wenn ich den Schwachsinn über die Schweinegrippe lese. In einer Stadt mit weit über 20 Millionen Einwohnern und teils katastrophalen sanitären Einrichtungen sind 68 Menschen erkrankt. Die wahrscheinlich mit ihren Schweinen zusammenleben - wie einst Asiaten bei ihren Hühnern wohnten. Ich behaupte, Mexiko ganz gut zu kennen, und war kürzlich noch in Huatalco an der Pazifikküste, wo es diese Krankheit nicht gibt. Es wird wohl dieselbe Panik geschürt wie vor Jahren bei der Vogelpest. Pro Tag verlassen über hundert Flugzeuge mit etwa 17 000 Menschen Mexico-City. Wie viel Kranke sind da wohl an Bord? Rolf Schwenk, Oberthal