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Leserbrief Der Fall Hans-Georg Maaßen
Ich wollte Maaßens Versetzung nicht

Hans-Georg Maaßen, hier noch als Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) neben Bundesinnenminister Horst Seehofer, muss nach umstrittenen Äußerungen zu rechtsextremistischen Vorfällen in Chemnitz seinen Posten räumen. Er wird Sonderberater für europäische und internationale Aufgaben.
Hans-Georg Maaßen, hier noch als Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) neben Bundesinnenminister Horst Seehofer, muss nach umstrittenen Äußerungen zu rechtsextremistischen Vorfällen in Chemnitz seinen Posten räumen. Er wird Sonderberater für europäische und internationale Aufgaben. FOTO: dpa / Kay Nietfeld
Ich verstehe den ganzen Trubel nicht. In der Vergangenheit hat es immer wieder seltsame Beförderungen/Versetzungen in der Politik gegeben, etwa bei Roland Pofalla (CDU). Der Chef des Bundeskanzleramtes wechselt zur Bahn und ist schnell im Vorstand.

Peter Müller (CDU): Der ehemalige Ministerpräsident des Saarlandes gibt sein Amt als Ministerpräsident auf und wird dann überraschenderweise Richter am Bundesverfassungsgericht. Peter Jacoby (CDU): Am 9. Mai 2012 schied er aus der Landesregierung aus und ist seit August 2012 Geschäftsführer von Saartoto. Cornelia Hoffmann-Bethscheider (SPD): Am 19. September 2010 wurde sie mit 59,5 Prozent zur Landrätin des Landkreises Neunkirchen und am 26. Mai 2015 wurde sie einstimmig zur Präsidentin des saarländischen Sparkassenverbandes gewählt. Keine Partei hat offiziell gegen irgendeine dieser Versetzungen protestiert. Ich auch nicht, aber ich wollte ja auch nicht, dass Maaßen versetzt wird.


Richard Thiels, Saalouis