| 05:00 Uhr

Bayers Gegner Bremen im Check
Die Offensive ist gut drauf, die Abwehr ersatzgeschwächt

 Yuya Osako (l.) jubelt mit seinen Teamkollegen über einen Treffer.
Yuya Osako (l.) jubelt mit seinen Teamkollegen über einen Treffer. FOTO: REUTERS / RALPH ORLOWSKI
Das Team von Trainer Florian Kohfeldt gehört zu den positiven Überraschungen dieser Saison und ist in der Rückrunde noch ungeschlagen. Neben Routinier Claudio Pizarro fallen gegen Leverkusen allerdings auch Sebastian Langkamp und Milos Veljkovic aus.

Die Mannschaft Sogar von Europa träumt Werder Bremen noch – und das sagt nach Jahren des sportlichen Darbens einiges aus. Die Norddeutschen spielen eine mehr als passable Saison mit klarer Tendenz nach oben. Dafür spricht auch die erstmalige Nominierung Maximilian Eggesteins für die deutsche Nationalelf, die Bundestrainer Joachim Löw am Freitag bekanntgab. Bremens Trainer Florian Kohfeldt kann am Sonntag personell fast aus dem Vollen schöpfen, sogar der zuletzt lange verletzte Techniker Fin Bartels meldete sich gut zurück.


Nur die beiden Verteidiger Sebastian Langkamp (Schulterverletzung) und Milos Veljkovic (Gelbsperre) fehlen. Außerdem nicht dabei ist Routinier Claudio Pizarro, der sich mit Oberschenkelproblemen herumplagt. Er wäre aber nur eine Option für die Bank gewesen. Ein Wiedersehen feiert Mittelfeldspieler Davy Klaassen: Er war unter dem jetzigen Bayer-Trainer Peter Bosz einst Kapitän bei Ajax Amsterdam.

Die Form Grün-Weiß ist seit acht Ligaspielen ungeschlagen, gewann allerdings auch nur drei Partien davon. Dass zuletzt die schwachen Schalker mit 4:2 besiegt wurden, liegt auch an der in Fahrt kommenden Offensive. Max Kruse – einst ebenfalls Nationalspieler – glänzt als schlitzohriger Torschütze. Gut mit ihm harmoniert Milot Rashica, der gegen S04 ganz groß aufspielte und wie Kruse sechs Treffer auf dem Konto hat.



Luft nach oben hat die oftmals noch unsicher agierende Defensive, die durch die beiden Ausfälle Langkamps und Vljkovics weiter geschwächt ist. Dass nun der 20 Jahre alte Marco Friedl (13 Bundesligaeinsätze) ran muss, macht die Situation nicht viel besser. Immer wichtiger wird inzwischen Philipp Bargfrede. Der Ur-Bremer lenkt das Spiel der Werderaner vor der Abwehr und greift oftmals ebenso robust wie kampfstark ins Geschehen ein.

Darauf muss Bayer 04 achten Kruse und Rashica sind die zentralen Bestandteile des Werderaner Angriffsspiels, auf die aufgepasst werden muss. Wichtiger wäre aber, die Köpfe dahinter aus dem Spiel zu nehmen: Klaassen und Bargfrede. Ohne sie sind die Angreifer ohne große Unterstützung. ⇥

(jim)