Bauern wollen wegen Preiskrise Druck auf den Handel machen

Bauern wollen wegen Preiskrise Druck auf den Handel machen

Die deutschen Bauern befürchten ein länger andauerndes Preistief bei wichtigen Produkten wie Milch und fordern einen größeren Anteil an den Verkaufserlösen der Lebensmittel im Supermarkt. "Die Preiskrise ist mittlerweile dramatisch", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied vor dem heutigen bundesweiten Aktionstag.

"Wir sehen leider kein Licht am Ende des Tunnels." Für Milch , aber auch für Schweinefleisch oder Brotweizen seien die Preise abgestürzt, die Erzeuger erzielen können. Der Verband kritisierte auch die Supermarktketten. Heute wollen Landwirte auf mehr als 100 Plätzen, in Fußgängerzonen und vor Supermärkten für höhere Preise werben.

Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels wies die Kritik zurück. "Die Ursachen für die niedrigen Milchpreise liegen doch nicht in den Margen des Handels", sagte Hauptgeschäftsführer Franz-Martin Rausch. "Es ist derzeit einfach zu viel Milch am Markt."