Bahnstreik führt zu Behinderungen

Bahnstreik führt zu Behinderungen

Frankfurt. Reisende der Deutschen Bahn müssen sich heute auf erhebliche Behinderungen einstellen. Wegen der "festgefahrenen Tarifverhandlungen" riefen die Gewerkschaften Transnet und GDBA gestern nach der dritten Verhandlungsrunde zu mehrstündigen Warnstreiks in Köln, Düsseldorf, Bremen, Hamburg, Berlin, Saalfeld, Magdeburg, Nürnberg und München auf

Frankfurt. Reisende der Deutschen Bahn müssen sich heute auf erhebliche Behinderungen einstellen. Wegen der "festgefahrenen Tarifverhandlungen" riefen die Gewerkschaften Transnet und GDBA gestern nach der dritten Verhandlungsrunde zu mehrstündigen Warnstreiks in Köln, Düsseldorf, Bremen, Hamburg, Berlin, Saalfeld, Magdeburg, Nürnberg und München auf. Die Arbeitsniederlegungen waren für 4.30 Uhr angesetzt und sollen am "späten Vormittag" beendet sein. "Wir gehen davon aus, dass sich mehrere Hundert Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Beschäftigtengruppen an den Warnstreiks beteiligen", kündigten die stellvertretende Transnet-Vorsitzende Regina Rusch-Ziemba und GDBA-Vize Heinz Fuhrmann an. Es müsse mit "spürbaren Auswirkungen" auf den Zugverkehr gerechnet werden.Saarbrücken steht nicht auf der Liste der bestreikten Städte. "Der regionale Verkehr wird von den Streikmaßnahmen wahrscheinlich nur gering betroffen sein", sagte Ralf Damde, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Transnet in Saarbrücken. "Fernreisende müssen aber spätestens ab Koblenz oder Mannheim mit Störungen rechnen, wenn sie in Fernzüge umsteigen wollen."Mit kleinen Maßnahmen wolle die Gewerkschaft ihre Macht demonstrieren, sagte Damde. "Es sind nicht nur die Lokführer, die den Verkehr lahmlegen können." Wenn am Streikort Berlin beispielsweise die Betriebssteuerzentrale bestreikt wird, hat das laut Damde weitreichende Folgen: "Dann steht der Verkehr in ganz Deutschland still."Die Bahn bietet Reisenden heute Kulanzregelungen an. So können diese bei Zugausfall oder verpasstem Anschluss mit dem nächsten - auch höherwertigen - Zug weiterfahren. Bei zuggebundenen Angeboten werde die Zugbindung aufgehoben. Fahrgäste, die aufgrund streikbedingter Zugausfälle oder Verspätungen ihre Reise nicht antreten konnten, bekommen Tickets bis 15. Februar erstattet. ddp/jwoDie Bahn informiert rund um die Uhr über das Internetportal bahn.de/aktuell und über die kostenlose Telefon-Hotline (0800) 099 66 33 über Behinderungen.