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Bahn gab 1,3 Millionen für verdeckte PR-Aktionen aus

Berlin. Die Deutsche Bahn hat im Jahr 2007 knapp 1,3 Millionen Euro für bahnfreundliche Veröffentlichungen ausgegeben, bei denen die Bahn als Urheber oder Auftraggeber nicht erkennbar war. Das räumte der Staatskonzern gestern ein. Wegen dieser verdeckten PR-Aktionen zog der neue Bahnchef Rüdiger Grube Konsequenzen

Berlin. Die Deutsche Bahn hat im Jahr 2007 knapp 1,3 Millionen Euro für bahnfreundliche Veröffentlichungen ausgegeben, bei denen die Bahn als Urheber oder Auftraggeber nicht erkennbar war. Das räumte der Staatskonzern gestern ein. Wegen dieser verdeckten PR-Aktionen zog der neue Bahnchef Rüdiger Grube Konsequenzen. Der Generalbevollmächtigte für Marketing und Kommunikation, Ralf Klein-Bölting, muss das Unternehmen verlassen, wie es in Konzernkreisen hieß. Wegen der Datenaffäre, bei der es um die Bespitzelung von Mitarbeitern ging, hatte sich Grube bereits vor zwei Wochen von drei Top-Managern getrennt. Ziel der verdeckten Öffentlichkeitsarbeit sei es gewesen, in damaligen Tarifkonflikt mit den Lokführergewerkschaft GDL und in der Diskussion um den Bahn-Börsengang Sympathien für die Bahn zu wecken. Dabei handelte es sich nach Angaben des Unternehmens um vorproduzierte Medienbeiträge, Leserbriefe, Äußerungen in Internetforen und Meinungsumfragen, bei denen die Urheberschaft nicht ersichtlich ist. dpa