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Abschiebung in Bad Honnef eskaliert
Flüchtling bedroht Polizei mit Messer und wird angeschossen

In einer Unterkunft für Flüchtlinge in Bad Honnef ist es am Freitag zu einem Polizeieinsatz gekommen. Dabei gab ein Polizist einen Schuss ab. Ein 30-Jähriger wurde verletzt. Von Sebastian Fink

Eine geplante Abschiebung ist am Freitag in Bad Honnef-Aegidienberg eskaliert. Wie die Polizei mitteilte, bedrohte ein Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft Polizisten mit einem Messer. Ein Beamter gab daraufhin einen Schuss ab. Der 30-jährige Senegalese wurde am Arm getroffen und verletzt.


Nach Angaben der Polizei sollte der 30-Jährige am Freitagmorgen durch Mitarbeiter des Ausländeramts aus der Unterkunft am Heideweg mitgenommen und in der Folge in den Senegal abgeschoben werden. Zwei Polizisten begleiteten die Mitarbeiter des Ausländeramts dabei. Der 30-Jährige wurde in der Unterkunft angetroffen, allerdings eskalierte die Maßnahme schnell. Der Senegalese ergriff laut Polizei ein Messer und bedrohte die Beamten. Ein 60-jähriger Polizist gab daraufhin einen Schuss ab und verletzte den 30-Jährigen am Arm. Wie es zur Schussabgabe kam, sei noch nicht abschließend ermittelt.

Der verletzte Senegalese wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, nach Angaben der Polizei besteht keine Lebensgefahr. Die beiden Polizisten sowie die beiden Mitarbeiter des Ausländeramts wurden von einem Seelsorger betreut. Aus Gründen der Neutralität hat die Kölner Polizei in Abstimmung mit der Bonner Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen.



Dieser Artikel erschien zuvor beim Bonner General-Anzeiger.